Tarifstreit mit der Post:Verdi und Post einigen sich - Streik wird am Dienstag beendet

File photo of logo of German postal and logistics group Deutsche Post AG

Das Logo der Deutschen Post AG an ihrem Hauptquartier in Bonn.

(Foto: REUTERS)
  • Die Gewerkschaft Verdi und die Post einigen sich im Tarifstreit. Damit endet der etwa vierwöchige Streik in der Nacht von Montag auf Dienstag.
  • Die Tarifparteien einigten sich auf schrittweise Lohnerhöhungen und einen Kündigungsschutz bis 2019.
  • Mit ihrer Kernforderung, die Post solle ihre neu gegründeten Billig-Gesellschaften zur Paketzustellung aufgeben, konnte sich die Gewerkschaft nicht durchsetzen.

Streik endet in der Nacht von Montag auf Dienstag

Nach vierwöchigem Dauerstreik gibt es einen Tarifabschluss bei der Post. Dies teilten das Unternehmen und die Gewerkschaft Verdi mit. Der Post-Streik soll in der Nacht von Montag auf Dienstag beendet werden.

Sie beschlossen ein umfangreiches Paket, das unter anderem eine Einmalzahlung für die 140 000 Konzernmitarbeiter von 400 Euro noch in diesem Jahr, eine Lohnerhöhung um zwei Prozent im Jahr 2016 und eine weitere Erhöhung von 1,7 Prozent ein Jahr später vorsieht. Zudem wurde der Kündigungsschutz für die Mitarbeiter bis 2019 verlängert.

Verdi konnte sich mit Kernforderung nicht durchsetzen

"Dies ist ein guter Tag für die Deutsche Post, ihre Kunden und Mitarbeiter", sagte Post-Chef Frank Appel. Die Gewerkschaft konnte sich nicht mit ihrer Kernforderung durchsetzen, dass die Post die neu gegründeten Gesellschaften aufgibt, in denen die rund 6500 Mitarbeiter weniger Lohn als ihre Kollegen im Konzern erhalten.

Die Post verpflichtet sich aber, ihre aktuell im Unternehmen arbeitenden Paketzusteller beim Mutterkonzern zu behalten. Laut Verdi sind das rund 7650 Menschen. Nur neu eingestellte Beschäftigte können damit in die ausgegründeten Gesellschaften kommen.

Dem unbefristeten Streik war ein bereits seit Ostern schwelender heftiger Tarifkonflikt vorausgegangen. Der Ausstand sorgte zuletzt zunehmend für Beschwerden von Kunden. In manchen Städten blieben Briefe nach Schilderungen von Betroffenen wochenlang liegen. Klagen kamen vor allem von Online-Händlern.

© SZ.de/dpa/Reuters/cmy/luk
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