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Schwache Weltkonjunktur:Preise im Großhandel sinken erstmals seit 2009

Getreide, Tabak, Kaffee, selbst Benzin: Viele Produkte sind im Großhandel 2013 billiger geworden - zum ersten Mal seit der Finanzkrise. Fleisch und Milch werden aber gegen den Trend teurer.

Die Preise im deutschen Großhandel sind 2013 erstmals seit dem Krisenjahr 2009 gefallen. Sie sanken um durchschnittlich 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte das Statistische Bundesamt mit. 2009 - im Jahr der weltweiten Finanzkrise - hatte es ein Minus von sieben Prozent gegeben.

Großhändler liefern an große Abnehmer, also nicht an Privathaushalte. Ihre Preise geben einen frühen Hinweis darauf, wie sich die Verbraucherpreise in Zukunft entwickeln werden.

Wegen der schwachen Weltkonjunktur fielen die Preise für beispielsweise Benzin und feste Brennstoffe um fünf Prozent. Getreide, Rohtabak, Saaten und Futtermittel verbilligten sich um sechs Prozent, Erze und Metalle um vier Prozent. Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze kosteten sogar 14,5 Prozent weniger.

Dagegen verteuerten sich Milch, Milcherzeugnisse, Speiseöle und Nahrungsfette um 5,7 Prozent. Für Fleisch und Fleischwaren mussten 2,1 Prozent mehr bezahlt werden.

2012 waren die Preise noch um 2,8 Prozent gestiegen. Weil sie 2013 dann aber wieder sanken, machten die deutschen Großhändler dem Branchenverband BGA zufolge beim Umsatz ein leichtes Minus. Für 2014 kündigen sie eine Umsatzplus von 1,75 Prozent auf knapp 1,2 Billionen Euro an.

© SZ.de/Reuters/jab/bero
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