Schuldenkrise Spaniens Wirtschaft wächst wie seit 2008 nicht mehr

Ein bisschen Hoffnung, zumindest auf dem Papier: Spanien kämpft sich langsam aus der Krise. Aber die Arbeitslosigkeit verharrt auf hohem Niveau.

Spanien lässt die Rezession Schritt für Schritt hinter sich. Die Wirtschaft ist Anfang 2014 so stark gewachsen wie seit sechs Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt stieg zwischen Januar und März um 0,4 Prozent zum Vorquartal, teilte das nationale Statistikamt mit (PDF auf Englisch). Damit verdoppelte sich das Wachstum im Vergleich zu Ende 2013.

Auch Spaniens Inflationsdaten werden besser: Im April stiegen die Verbraucherpreise zum Vorjahr um 0,3 Prozent, nachdem sie im März noch um 0,2 Prozent gesunken waren. Das hatte Deflationssorgen geschürt. Auch die Teuerungsrate in der Euro-Zone, die ebenfalls am Mittwoch vom Europäischen Statistikamt veröffentlicht wurde, legte erstmals wieder zu, nachdem sie mehrere Monate zurückgegangen war.

Von einem spürbaren Aufschwung aber ist Spanien, die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone, noch weit entfernt. Nach zwei Rezessionsjahren sagt die EU-Kommission dem Land zwar für das Gesamtjahr 2014 wieder ein Wachstum von einem Prozent voraus.

Die Arbeitslosenquote des Landes ist aber immer noch nach Griechenland die zweithöchste in der Euro-Zone. Die Einzelhandelsumsätze fielen im März um 0,5 Prozent binnen Jahresfrist, obwohl Ökonomen ein leichtes Plus erwartet hatten. Die Inlandsnachfrage ist nach wie vor schwach.