Schuldenschnitt für Argentinien

Ende der 1990er steckte Argentinien tief in einer Rezession. 2001 vermeldete der südamerikanische Staat Zahlungsunfähigkeit, die Regierung stellte den Schuldendienst ein - Argentinien war bankrott. Präsidenten stürzten in Serie, Privatkonten wurden eingefroren, der Peso abgewertet, Sparer verloren ihre Guthaben. Unternehmer gaben auf, Millionen Argentinier verarmten, Hunderttausende wanderten aus.

2001 stimmten die meisten Besitzer argentinischer Staatsanleihen einem teilweisen Schuldenschnitt zu. Dank eines billigen Peso und hoher Nachfrage nach Rohstoffen setzte anschließend ein erstaunlicher Aufschwung ein. Heute, nach mehr als zehn Jahren Wachstum, ist der Boom wieder einer Rezession gewichen, das Land steht abermals vor der Pleite.

Bild: sde 12. März 2015, 16:462015-03-12 16:46:38 © SZ.de/jasch