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Rohstoffe, Devisen:Kupfer auf Zehn-Jahres-Hoch

Anleger setzen auf eine rasche Erholung der Weltwirtschaft und eine steigende Nachfrage nach dem wichtigsten Industriemetall Kupfer. Das Angebot ist jetzt schon knapp.

Wie schon am Vortag haben viele Anleger auch am Mittwoch auf eine anziehende Reisetätigkeit gesetzt und auf Öl gesetzt. So verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,1 Prozent auf 69,73 Dollar je Barrel (159 Liter). Die Lockerung der Pandemie-Restriktionen in den westlichen Industrienationen würden die Nachfrage in der Sommer-Reisesaison voraussichtlich in die Höhe treiben, prognostizierte Analyst Stephen Brennock vom Brokerhaus PVM Oil Associates. Ein Landesweiter Lockdown in Indien, wo das Coronavirus derzeit besonders heftig wütet, könnte die Stimmung aber schnell wieder eintrüben, warnten seine Kollegen von der ING Bank.

Der Preis für eine Tonne Kupfer stieg zeitweise auf ein Zehn-Jahres-Hoch von 10 040 Dollar je Tonne. Das Industriemetall profitierte Börsianern zufolge von der Aussicht auf eine kraftvolle Erholung der Weltwirtschaft von den Coronavirus-Folgen. Hinzu kämen der Trend zur Elektromobilität und zum klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft, der den Bedarf von Stromleitungen in die Höhe treibe. Gleichzeitig sei das Angebot knapp.

Anleger rissen sich um die wenig bekannte Kryptowährung Dogecoin. Sie stieg um gut 40 Prozent auf ein Rekordhoch von 0,68 Dollar. Damit summiert sich das Plus seit Jahresbeginn auf mehr als 14 000 Prozent. Die Cyber-Devisen Bitcoin und Ethereum kommen auf 92 beziehungsweise 357 Prozent. Die Bewertung von Kryptowährungen sei ohnehin losgelöst von der Realität, sagte Joseph Edwards, Chef Analyst des Brokers Enigma. Das Handelsvolumen in Dogecoin sei verrückt, sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. Es sei schon unglaublich, dass diese als Parodie auf Bitcoin gestartete Kryptowährung die Marke von 50 Cent übersprungen und mit einer Marktkapitalisierung von rund 86 Milliarden Dollar zur weltweit viertgrößten Cyber-Devise avanciert sei.

© SZ vom 06.05.2021 / rih, Reuters, dpa
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