Rohstoffe, Devisen, Anleihen:Ölpreise schwanken deutlich

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Die Öl-Anleger sind hin- und hergerissen zwischen rezessionsbedingten Nachfragesorgen und Angebotsängsten nach überraschend guten Konjunkturdaten.

Am Ölmarkt haben die Preise am Montag eine Berg- und Talfahrt hingelegt. Bis zum Abend erholte sich die Notierung für Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee und stieg um 1,5 Prozent 96,37 Dollar je Fass. Unterstützung kam durch den boomenden US-Jobmarkt sowie das überraschend starke Plus der chinesischen Exporte. Zeitweise hatten rezessionsbedingte Nachfragesorgen den Preis um rund zwei Prozent auf 93 Dollar nach unten gedrückt. In der Vorwoche war der Brent-Preis sogar um 13,7 Prozent eingebrochen, soviel wie seit Beginn der Corona-Pandemie im April 2020 nicht mehr.

Am Devisenmarkt gab der Dollar einen Teil der Gewinne wieder ab, die er in der Vorwoche wegen des US-Beschäftigungsbooms und der steigenden Anleiherenditen erzielt hatte. Im Gegenzug legte der Euro leicht auf knapp 1,02 Dollar zu. Die Gemeinschaftswährung konnte damit die deutlichen Kursverluste nach der Veröffentlichung des robusten Arbeitsmarktberichts in den USA am Freitag jedoch nicht ganz wettmachen. Die US-Wirtschaft hatte im Juli überraschend viele Arbeitsplätze geschaffen, was die Spekulation auf eine weitere deutliche Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed verstärkte und dem Dollar Auftrieb verlieh. Darüber hinaus hatte ein Mitglied der US-Notenbank Hinweise auf eine weitere starke Zinserhöhung geliefert. Die Fed sei auf dem Weg hin zu einer Eindämmung der Inflation noch lange nicht fertig, sagte die Präsidentin der regionalen Notenbank von San Francisco, Mary Daly.

Der Handel am europäischen Staatsanleihenmarkt war von hoher Nervosität geprägt. Die Rendite für zehnjährige italienische Staatspapiere stieg über die Marke von drei Prozent. Am Freitag hatte die Ratingagentur Moody's den Ausblick für Italien auf "negativ" gesetzt. Die Staatstitel der übrigen Euro-Länder waren hingegen gefragt, die Renditen gaben zum Teil deutlich nach.

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