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Rohöl:Preisrutsch bringt Opec in Bedrängnis

Die Corona-Krise könnte am Ölmarkt in Europa einen "Nachfrageschock" auslösen. Die Opec und ihre Verbündeten stehen daher vor einer schwierigen Entscheidung.

Für die Preise an den Ölmärkten ging es zuletzt wieder kräftig nach unten. Angesichts steigender Infektionszahlen in Europa und den USA gehen Marktbeobachter inzwischen von einem Nachfrageschock in Europa aus. Ein Fass der für Europa wichtigen Ölsorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich in der vergangenen Woche um gut zehn Prozent. Im Oktober gab der Preis um etwa acht Prozent nach.

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Ende November steht ein Treffen der Opec und ihrer Verbündeten (OPEC+) an, bei dem die Mitglieder entscheiden werden, ob sie die Fördermengenkürzungen beibehalten oder die Beschränkungen wie geplant lockern wollen. Angesichts der anhaltend schwachen Nachfrage dürfte eine Verschiebung der Lockerung aber nicht viel bringen. Zudem dürften die Opec+-Staaten wegen der steigenden Produktion in anderen Ländern wie Libyen kaum bereit sein, ihre Produktion weiter zu senken.

© SZ/SZ/dpa/cikr/koe
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