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Raumfahrt:Lebenszeichen von PTS

Das zwischenzeitlich insolvente Start-up PTS wird sich an der Entwicklung der so genannten Kickstage für die neue europäische Trägerrakete Ariane 6 beteiligen, falls die Ariane Group den Zuschlag für dieses Modul bekommt. Nach eigenen Angaben wird das junge Berliner Unternehmen innerhalb eines Konsortiums das elektronische System des Moduls beisteuern. Die so genannte Avionik soll auf der Entwicklung der Mondlandefähre Alina aufbauen, mit der PTS kommerzielle Fracht zum Erdtrabanten befördern will. Das Start-up kooperiert auch mit Ariane Group in Hinblick auf eine mögliche unbemannte europäische Mondmission. Wegen Zahlungsproblemen hatte die Vorläuferfirma PT Scientists im Sommer vergangenen Jahres Insolvenz beantragen müssen. Sie war dann von der Logistikfirma Zeitfracht gerettet und im Januar 2020 von PTS-Managern übernommen worden. Die Kickstage soll die Ariane 6 aufwerten und es ermöglichen, Satelliten auf mehrere Umlaufbahnen zu verteilen. Das Ergebnis der Esa-Ausschreibung wird für den Herbst erwartet.

© SZ vom 15.09.2020 / ds

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