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Probleme mit Franchisenehmer:Verhandlungen zwischen Burger King und Yi-Ko gescheitert

  • Burger King und Franchisenehmer Yi-Ko konnten sich nicht auf ein Konzept einigen, um die 89 Filialen weiterzuführen.
  • Für Yi-Ko drängt die Zeit, die Holding muss Gehälter überweisen und womöglich bald Insolvenzantrag stellen, um die gesetzlich vorgeschriebene Frist einzuhalten.

Von Max Hägler, Stuttgart

Burger King will mehr Zeit

Neue Wendung im Fall Burger King: Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung sind die Verhandlungen über eine Wiedereröffnung der 89 Filialen des Franchisenehmers Yi-Ko gescheitert. Auf Anfrage teilte der Konzern am Mittwoch mit, dass die Gespräche bislang zu keinem Ergebnis geführt hätten. "Wir bedauern dies, vor allem mit Blick auf die Mitarbeiter."

Vor allem sei es in der Kürze der Zeit und mangels ausreichender Informationen nicht möglich, die potenziellen Risiken bei Yi-Ko abzuschätzen. "Wir werden weiter versuchen, eine Lösung für die unverzügliche Wiedereröffnung der Restaurants und die Sicherung der Arbeitsplätze zu finden", so ein Sprecher von Burger King.

Yi-Ko muss Gehälter überweisen

Ziel von Burger King ist es, eine tragfähige Lösung für die betroffenen 89 Restaurants zu finden. Doch wie diese Lösung aussehen kann, ist fraglich. Denn für die Yi-Ko-Holding ist die Lage äußerst kritisch: Spätestens am 10. Dezember, also an diesem Mittwoch, müssen die Gehälter für die Angestellten überwiesen werden. Die Frage ist, ob angesichts der seit Wochen geschlossenen Läden genügend Liquidität vorhanden ist.

Zudem läuft nun bald die 21-Tage-Frist ab: Der Gesetzgeber sieht vor, dass ein Unternehmen drei Wochen Zeit hat, einen Insolvenzantrag abzuwenden - vom dem Moment an, da eine Fortführung der Geschäfte unwahrscheinlich erscheint. Mit der fristlosen Kündigung der Lizenzen durch Burger King dürfte dieser Fall eingetreten sein.

Andere Franchisenehmer machen nicht mit

Zu Beginn der Woche hatten sowohl der Konzern als auch die Yi-Ko-Holding noch von aussichtsreichen Verhandlungen gesprochen. Man stehe kurz vor einer Einigung, hieß es. Geplant war dem Vernehmen nach, dass Yi-Ko seine Anteile komplett verkauft und etablierte Franchisenehmer die Geschäfte fortführen. Doch denen ist die Lage derzeit offenbar zu unsicher oder sie spekulieren darauf, die Läden bei einer nun möglichen Insolvenz günstiger zu bekommen.

© SZ.de/bero/rus
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