Pelletheizungen:Kritik am geplanten Verbot

Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband hat das geplante Verbot von Pellet- und Hackschnitzelheizungen in Neubauten kritisiert. "Die EU hat die CO₂-Neutralität von Holzenergie bestätigt", sagte Geschäftsführer Martin Bentele den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. "Das Verbot hat keinen Sinn." Der Bundesregierung warf er ein "Förderwirrwar" vor. Allein in Bayern liefen noch über eine Million Ölheizungen. "Pelletheizungen eignen sich hier hervorragend als erneuerbarer Ersatz." Im Neubau werde die Zentralheizung mit Holz oder Pellets verboten und im Bestand erheblich verteuert und erschwert, kritisierte der Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes, Josef Ziegler. Wenn ein Waldbesitzer sein Holz nicht mehr zum Heizen verwenden dürfe, entstehe das CO₂ durch das Verrotten des Holzes im Wald. In den nächsten Jahrzehnten müssten Fichten- und Kiefernwälder umgebaut werden. Große Mengen Holz könnten so aber nicht mehr verwertet werden, die für den Waldumbau dringend benötigten Einnahmen fehlten. "Dieser Gesetzentwurf verlangsamt die Anpassung unserer Wälder an ein wärmeres Klima. Ein ganz schlimmer Vorschlag im Hinblick auf den Klimaschutz", sagte Ziegler.

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