Payback:Allianz kämpft um Internet-Kunden

Für Verträge gibt es Punkte. Das soll Jüngere locken.

Von Ilse Schlingensiepen, Köln

Die Allianz erprobt einen neuen Weg, um junge und internetaffine Kunden zu gewinnen - und tritt dabei ihren Vertretern vors Schienbein. Der Versicherer kooperiert mit dem Bonusprogramm-Anbieter Payback. Wer bei der Allianz eine private Kranken-Zusatzversicherung abschließt, erhält 5000 Payback-Punkte, was 50 Euro entspricht. Das Angebot gilt zunächst für Zahnzusatzversicherungen und nur beim Kauf per Internet oder Telefon. Die Vertreter bleiben außen vor.

Damit zielt ein weiterer Versicherer auf jüngere Kunden, die vor allem Online abschließen und digital den Kontakt zum Versicherer halten wollen. In wenigen Wochen bringt Rivale Generali sein Vitality-Programm auf den Markt, bei dem Kunden gegen den Online-Nachweis von Fitness-Aktivitäten einen Preisnachlass erhalten.

Mit dem Payback-Deal antwortet die Allianz im Kampf um die selbe Zielgruppe. Allerdings betont der Versicherer, dass keine Daten zu und von Payback fließen. Das Unternehmen erfahre lediglich, dass ein Kunde eine Versicherung abgeschlossen hat, aber keine Details. Umgekehrt erhält die Allianz nach eigenen Angaben keine Daten über das Einkaufsverhalten oder Profile von Kunden oder Kundengruppen. Dabei gilt gerade die gezielte Auswertung großer Datenmengen - das sogenannte Data Mining - bei Fachleuten als der wesentliche Grund, aus dem Firmen mit Anbietern wie Payback kooperieren.

© SZ vom 03.02.2016
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