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Pandemie:Zuhause statt im Café

04.03.2020, Homeoffice - von zu Hause aus arbeiten, oder Student lernt für die Uni 04.03.2020, Homeoffice Lernen für die

Arbeiten im Home-Office: Ohne Kaffee geht bei vielen nichts.

(Foto: Marcel Mücke/imago images)

Wie Corona den Kaffeekonsum verändert

Die Menschen in Deutschland haben den Konsum von Kaffee im vergangenen Jahr wegen der Pandemie und der Arbeit im Home-Office in die eigenen vier Wände verlagert, teilte der Deutsche Kaffeeverband in Hamburg mit. Insgesamt legte der Kaffeemarkt den Angaben zufolge 2020 um 1,5 Prozent zu. Das entspreche pro Kopf einer Steigerung von 20 Tassen Kaffee auf insgesamt 168 Liter. "Lockdown heißt nicht, dass der Konsument keinen Kaffee mehr trinkt, wenn Coffee-Shop und Kantine geschlossen sind. Vielmehr haben sich die Konsumorte in dieser Zeit verändert", sagte Hauptgeschäftsführer Holger Preibisch.

So verbrauchten 2020 die Menschen zu Hause 37 900 Tonnen Röstkaffee mehr als 2019. Das entspreche einer Steigerung von elf Prozent. Auf der anderen Seite ging der Konsum außerhalb der eigenen vier Wände etwa in der Gastronomie oder am Arbeitsplatz um 30 300 Tonnen zurück. Das sei ein Minus von 23 Prozent. Parallel zum größeren Kaffeedurst haben die Menschen auch ihre Kaffeemaschinen aufgerüstet. Inzwischen besitze fast jeder dritte Haushalt einen Vollautomaten. Entsprechend sei auch der Absatz von ganzen Kaffeebohnen um 26 Prozent gestiegen und erreiche nun einen Marktanteil von 37 Prozent. Nach wie vor am beliebtesten mit einem Marktanteil von 50 Prozent sei jedoch der klassische Filterkaffee. Dessen Absatz sei um 0,2 Prozent gestiegen.

Auch alle weiteren Kaffee-Varianten für die Zubereitung zu Hause seien 2020 vermehrt gekauft worden. Kaffeemixgetränke in Pulverform legten um gut sieben Prozent zu, Kaffeepads um sechs Prozent und löslicher Kaffee um fünf Prozent. Zudem seien vier Prozent mehr Kaffeekapseln verkauft worden. Aus Umweltschutzgründen gelten diese - besonders wenn sie aus Aluminium sind - als problematisch.

© SZ/dpa
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