Nachhaltige Geldanlagen:Deka nimmt "Impact-Rechner" vom Netz

Streit um Werbung für nachhaltige Geldanlagen: Die Deka versucht, auf die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg zuzugehen - doch diese hält an ihrer Klage fest.

Von Clara Thier

Rückzieher der Deka: Die Fondsgesellschaft der Sparkassen hat einen Rechner von ihrer Webseite genommen, mit dem sie anhand von konkreten Zahlen die nachhaltigen Effekte ihres Investmentfonds "Deka-Nachhaltigkeit Impact Aktien" bewarb. Die Deka reagierte damit auf eine Klage der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Diese bezeichnete den Rechner als irreführend gegenüber Kunden. Der Grund: Die Angaben, zum Beispiel zu eingespartem CO2, beruhten auf Schätzungen. Die Deka widersprach der Verbraucherzentrale zunächst, lenkte nun aber ein. "Wir wollen nicht streiten", twitterte der Fondsanbieter und bot der Verbraucherzentrale an, ein Gespräch über das Thema zu führen. Diese bleibt aber vorerst hart: "Für uns braucht es eine Unterlassungserklärung oder ein Urteil", sagte Finanzexperte Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale. Ziel sei es, eine mögliche Täuschung der Kunden dauerhaft auszuschließen. "Wir freuen uns, wenn das Thema gerichtlich geklärt wird, da nachhaltige Geldanlagen immer wichtiger für Verbraucher werden", sagte Nauhauser. Die Klage wird am 13. April vor dem Landgericht Frankfurt verhandelt.

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