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Linde:Mehr Gewinn

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Auch zum Schweißen wird Gas gebraucht.

(Foto: Matthias Ferdinand Döring)

Viele Unternehmen machen sich Sorgen, weil die Konjunktur abkühlt. Anders bei Linde. Der Gasekonzern hat seine Prognose für dieses Jahr erhöht.

Der Gasekonzern Linde macht trotz abflauender Konjunktur gute Geschäfte und hat seine Gewinnprognose für 2019 erneut angehoben. Der um Fusionskosten und Sondereffekte bereinigte Jahresgewinn je Aktie dürfte im Vergleich zum Vorjahr um mindestens zwölf Prozent steigen, teilte das Unternehmen mit. Linde beliefert weltweit Branchen, die Öl-, Chemie- und Metallindustrie genauso wie Lebensmittelhersteller und Krankenhäuser. Der aus dem Zusammenschluss der deutschen Linde AG mit dem US-Konkurrenten Praxair entstandene neue Weltmarktführer Linde plc. erwirtschaftet den Löwenanteil seines Gewinns in Amerika.

Im zweiten Quartal blieb der Umsatz, trotz starken Gegenwinds auch durch ungünstige Wechselkurse, stabil bei 7,2 Milliarden Dollar. Der um Fusionskosten und Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn stieg um sechs Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar. Die bereits im Mai erhöhte Jahresprognose wurde erneut nach oben korrigiert. An der Börse kamen Zahlen und Ausblick gut an. Während der Dax-Index sank, legte Linde leicht zu.

Vorstandschef Steve Angel führt den Konzern von den USA aus, der steuerrechtliche Sitz ist in Irland, der gesellschaftsrechtliche in England. Dort fand Ende Juli auch die Hauptversammlung des Konzerns statt. Englische Aktionärstreffen laufen anders ab als deutsche, bei denen Tausende Anteilseigner anwesend sein können und sie die Möglichkeit haben, den Vorstand stundenlang zu befragen. Das ist in Großbritannien nicht üblich, daher sind die Hauptversammlungen in der Regel kürzer und weniger ereignisreich. So war es dieses Jahr auch bei Linde.

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