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Landwirtschaft:Kritik an Lidl-Angebot

Nach heftigen Bauernprotesten gegen die Preispolitik des Einzelhandels will der Betreiber der Handelsketten Lidl und Kaufland, die Schwarz-Gruppe, 50 Millionen Euro für Landwirte bereitstellen. Den Bauern ist das allerdings nicht genug. "So ein Trostpflaster reicht bei weitem nicht aus, um die grundsätzlichen Probleme zwischen Landwirtschaft und dem gesamten Lebensmitteleinzelhandel zu lösen", sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied. Das Angebot sei zwar eine nette Geste. "Aber wegen des andauernden Preiskampfs verlieren unsere Bauern diesen Betrag fast wöchentlich", meinte er. Notwendig sei eine "grundlegende Veränderung in der Zusammenarbeit" zwischen den Bauern und dem Handel. Die Schwarz-Gruppe hatte am Donnerstagabend im Anschluss an einen "Dringlichkeitsgipfel" mit den Spitzen des Handels und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) angekündigt, im Laufe des kommenden Jahres über die Initiative Tierwohl 50 Millionen Euro zur Unterstützung ihrer Landwirte zur Verfügung zu stellen.

© SZ vom 05.12.2020 / dpa
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