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Kostenbremse:Das Sparpaket der Post

Eine Milliarde Euro will die Post offensichtlich einsparen, indem sie Briefe und Pakete künftig vom selben Austräger zustellen lässt. Außerdem im Sparprogramm: Die Schließung von Filialen und eine neue Festsetzung des Portos.

Die Deutsche Post will beim Umbau ihrer Briefsparte einem Magazinbericht zufolge deutlich stärker auf die Kostenbremse treten als bisher bekannt. Das Unternehmen plane innerhalb eines Jahres eine Milliarde Euro einzusparen und damit rund das Fünffache des bisher veranschlagten Betrags von 180 Millionen Euro, berichtete die Wirtschaftswoche laut Vorabbericht unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Irgendwo auf dieses Fahrrad sollen künftig auch die Pakete.

(Foto: ag.ap)

Ein Sprecher des Bonner Konzern sagte dazu: "Das kommentieren wir nicht." Laut Wirtschaftswoche erwägt die Post im Rahmen des Sparprogramms mit dem Namen One, das im Spätsommer starten soll, unter anderem in ausgewählten Bezirken Pakete und Briefe gemeinsam zustellen zu lassen, wie dies in Teilen Hamburgs bereits praktiziert werde.

Langfristig könnten einige der 82 Brief- und 33 Paketzentren geschlossen werden. Zudem wolle die Post Arbeit zunehmend in die Tochter First Mail auslagern, wo der Stundenlohn geringer sei.

Der ehemalige Staatskonzern hat wiederholt angekündigt, die Kosten in der Briefsparte senken zu wollen. Hintergrund sind sinkende Umsätze, weil immer mehr Menschen E-Mails statt Briefe schreiben. Unter anderem will der Konzern den Löwenanteil seiner in Eigenregie betriebenen Filialen an das ehemalige Tochterunternehmen Postbank abgeben.

Zudem soll die Zustellung von Werbesendungen in den umsatzschwächeren Sommermonaten eingeschränkt werden. Briefvorstand Jürgen Gerdes will zudem mit der Politik über die künftige Festsetzung des Briefportos sprechen.