Bisher ist auch 2012 ein Jahr der Algorithmen - wieder nicht ohne Pannen. Die US-Firma Knight Capital hat sich binnen 45 Minuten fast ruiniert, ein Algorithmus außer Kontrolle verzockte in der kurzen Zeit 440 Millionen Dollar.

Auf der Nanex-Seite gibt es diese Momentaufnahmen auch als sehr sehenswerte Animation. Der US-Blogger Felix Salmon schrieb, seitdem er das gesehen habe, sei er für eine Finanztransaktionsteuer. Sie könnte, so die Befürworter, Sand in die heißgelaufene Handelsmaschinerie streuen und die Maschinen bremsen.

Genauso liest sich auch ein Gesetzentwurf, den das Bundesfinanzministerium im Sommer 2012 vorgelegt hat. Er soll die Quotierungen eindämmen: Praktiken, die den Handel stören, verzögern oder tauschen sollen als Marktmanipulation geahndet werden.

Linktipps: Der Frankfurter SZ-Korrespondent Markus Zydra kommentiert, warum Hochfrequenzhandel schädlich ist: Sie haben mit der ursrpünglichen Idee der Börsen nichts mehr zu tun. So sieht es auch Thomas Peterffy. Er hat in den 1980er Jahren als einer der Ersten einen Computer gebaut, der automatisch für ihn handelt. Heute macht ihm der Hochfrequenzhandel Sorgen. Der US-Radiosender NPR hat ihn interviewt.

25. August 2012, 10:452012-08-25 10:45:51 © Süddeutsche.de/skes/luk