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Größter Fleischproduzent der Welt:Das große Schlachten

Fleischproduktion am Fließband: Der brasilianische Konzern JBS ist der größte Fleischproduzent der Welt. Ein Besuch in den Schlachthäusern des Unternehmens. In Bildern.

Silvia Liebrich

10 Bilder

JBS Brasilien

Quelle: SZ

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Massenproduktion beim größten Fleischproduzenten der Welt. In den Schlachthäusern des brasilianischen Konzerns JBS lassen täglich acht Millionen Hühner, 49.000 Schweine und 85.000 Rinder ihr Leben. Die folgende Foto-Serie zeigt die Produktion in Lins, einer Kleinstadt in der Nähe von Sao Paulo. In dem Werk von JBS werden Rinderhälften im Akkord zerlegt und zu Steaks, Hamburgern, Corned Beef und Gulasch verarbeitet.

JBS

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Die leblose Fleischmasse wird Stück um Stück zerlegt. Am Ende hängt nur noch ein blankes Knochengerüst am Haken. Alle paar Sekunden sorgt das Förderband für Nachschub. Die Rinderhälften, aufgehängt an Fleischerhaken, werden aus den Kühlräumen in die Werkshallen geschleust. Kein Ort für empfindsame Gemüter. Es riecht nach kaltem Fleisch und ein bisschen nach Verbranntem. Eine seltsame Mischung, die entsteht, wenn mehrere hundert Arbeiter die leblose Fleischmasse mit Messern, elektrischen Sägen und Hobeln auseinander nehmen.

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Fleischproduktion am Fließband: In dieser Werkshalle arbeiten mehr als 200 Menschen. Jeder Arbeitsschritt ist genau festgelegt und kein Handgriff zu viel.

JBS Brasilien

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Arbeiten bis zur Erschöpfung: Beschäftigte ruhen sich in der Mittagspause aus. Ein einfacher Lohnarbeiter in Brasilien verdient umgerechnet 300 Euro im Monat. Die Jobs in der Fleischfabrik sind begehrt, denn der Konzern zahlt auch Urlaubsgeld und Prämien.

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Vollständig verwertet: Fett und ungenießbare Teile wie Sehnen werden sorgfälltig aussortiert. Aus diesen Resten werden Biodiesel oder Collagen für die Kosmetikindustrie hergestellt.

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Hier wird Corned Beef zubereitet. Die zu Hackfleisch verarbeitete Masse wird anschließend in Dosen abgefüllt, vakuumdicht versiegelt und ...

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... etikettiert. Fertig ist die Dose Corned Beef der Marke Sainsbury für den britischen Markt.

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Gulasch für den europäischen Markt: In diesen Plastiksäcken schwimmen Rindfleischstreifen im Wasser. Das Paket wird erhitzt, anschießend tiefgefroren und dann in einen Tiefkühlcontainer verladen. Ein Vorprodukt, das vor allem in Kantinen und in der Gastronomie verwendet wird.

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Es ist später Nachmittag und das Schlachten hat ein Ende, zumindest für den Rest des Tages. In den Boxen stehen nur noch ein paar Dutzend weiße Zebu-Rinder, eine Rasse, die ursprünglich aus Indien stammt und sich im brasilianischen Tropenklima bewährt hat. Die Tiere weichen ängstlich zurück, sobald sich ein Mensch nähert. Ein Wassersprinkler spendiert den Tieren ihre letzte Dusche, die Galgenfrist läuft in wenigen Stunden ab. Sie haben nur noch eine Nacht zu leben.

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Durchnummeriert und registriert: Jedes Tier, das in der Fabrik geschlachtet wird, kann zurückverfolgt werden bis auf die Weide, wo es einst aufgezogen wurde. Selbst beim Endprodukt lässt sich die Herkunft bestimmen, so will es der europäische Gesetzgeber. Europa ist für den brasilianischen Erzeuger JBS ein wichtiger Absatzmarkt.

© sueddeutsche.de/bbr/aum
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