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Fusion zweier Fluglinien:Etihad fordert Streichung von 2200 Alitalia-Stellen

Der Air-Berlin-Partner Etihad will Insidern zufolge für mehr als 500 Millionen Euro Anteile von Alitalia kaufen. Als Bedingung sollen bei der angeschlagenen italienischen Fluglinie etwa 2200 Stellen wegfallen.

Für den angeschlagenen Flugkonzern Alitalia könnte Rettung in Sicht sein: Die arabische Airline Etihad will mehr als 500 Millionen Euro in die angeschlagene, italienische Fluggesellschaft investieren. Für einen möglichen Einstieg fordert Etihad jedoch, dass etwa 2200 Stellen wegfallen. Das sagte Alitalia-Chef Gabriele Del Torchio in Rom.

Etihad wolle 560 Millionen Euro in die italienische Airline investieren, die Aktionärsmehrheit bleibe dabei auch wegen des Anteils von Air France in europäischer Hand, erklärte Del Torchio. Es gehe nicht um einen Verkauf von Alitalia, sondern um ein Zusammengehen mit Etihad, um das Unternehmen zu stärken. Nach Del Torchio sollte die Vereinbarung in einigen Wochen abgeschlossen sein.

Die arabische Fluglinie Etihad hatte angekündigt, in die kriselnde Airline investieren zu wollen. In einem Brief hatte sie die genauen Konditionen mitgeteilt. Medien hatten seit längerem berichtet, dass ein Abbau von einem Teil der 12 800 Arbeitsplätze bei Alitalia eine Bedingung für den Einstieg Etihads sei. Demzufolge wollen die Araber knapp unter 50 Prozent der Anteile übernehmen. Sie sind auch Großaktionäre bei Air Berlin.

Alitalia macht seit vielen Jahren Verluste. Die Fluggesellschaft befindet sich in ihrem Heimatmarkt sowie mit Verbindungen ins europäische Ausland im harten Wettbewerb mit Billigfliegern wie Easyjet. Auf der stark nachgefragten Verbindung zwischen Mailand und Rom kommt die Konkurrenz durch Hochgeschwindigkeitszüge hinzu.