Gesundheitskonzern:Fresenius-Chef geht überraschend

Gesundheitskonzern: Stephan Sturm im Februar bei der Bilanz-Pressekonferenz in der Konzernzentrale. Nun hat das Unternehmen sein Ausscheiden bekanntgegeben.

Stephan Sturm im Februar bei der Bilanz-Pressekonferenz in der Konzernzentrale. Nun hat das Unternehmen sein Ausscheiden bekanntgegeben.

(Foto: Jens Braune/dpa)

Der langjährige Konzernchef Stephan Sturm macht Platz für den früheren Siemens-Vorstand Michael Sen.

Überraschender Chefwechsel beim Gesundheitskonzern Fresenius: Der langjährige Konzernchef Stephan Sturm verlässt das Unternehmen zum 30. September - "im guten Einvernehmen", wie das Unternehmen am Freitag nach Börsenschluss mitteilte. Sturm, 59, war seit 2016 Vorstandsvorsitzender bei dem Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Gesundheitswesen, seine Zeit als Vorstandschef wäre noch bis 2026 gelaufen. Sein Nachfolger wird nun Michael Sen, 53, der sein Amt als Vorstandschef der auf Infusionen spezialisierten Konzerntochter Kabi jedoch vorerst noch kommissarisch weiterführen soll, bis eine Nachfolgelösung gefunden ist. Sen war vor seinem Einstieg bei Fresenius Finanzchef bei E.ON und danach Vorstandsmitglied bei Siemens. Bei dem Münchner Technologiekonzern war er für den Börsengang der Sparte Siemens Healthineers verantwortlich und war auch als Kandidat für die Nachfolge von Joe Kaeser als Siemens-Chef gehandelt worden. Stephan Sturm gehört dem Vorstand von Fresenius seit Anfang 2005 an und, im Juli 2016 wurde er Vorstandsvorsitzender. Fresenius hatte wegen Problemen bei seiner Dialysetochter FMC die Jahresziele senken müssen.

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