bedeckt München 22°

Fluggesellschaft:Lufthansa spart noch mehr

Lufthansa wird bei Flotte und Personal einen umfangreicheren Abbau vornehmen müssen als bislang kommuniziert, berichten Personen, die mit den Plänen der Unternehmensführung vertraut sind. Die Erholung des Luftverkehrs finde nicht im erhofften Umfang statt, habe Vorstandschef Carsten Spohr auf einer internen Mitarbeiterveranstaltung am Dienstag berichtet. Die Passagierzahlen betrügen derzeit nicht einmal 20 Prozent des Vorjahres und Buchungen für Oktober weniger als 10 Prozent des entsprechenden Zeitraums 2019, habe Spohr der Belegschaft offenbart. Quarantäneregeln anstatt verpflichtender Tests hätten die Buchungen "katastrophal" einbrechen lassen, so Spohr. Der bisherigerige Plan, die Flotte bis 2023 um 100 Flugzeuge zu verkleinern, werde nicht ausreichen Die damit einhergehende Verkleinerung der Belegschaft um 22 000 Vollzeitstellen werde ebenfalls nicht ausreichen, obschon Medienberichte, die vom Abbau von 42 000 Stellen sprachen "viel zu hoch" gegriffen seien. Die bisherigen Umsatzziele der Lufthansa seien derzeit nicht zu halten.

© SZ vom 16.09.2020 / Bloomberg

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite