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EU:Mehr Schutzzölle verhängt

Die EU-Kommission hat im vorigen Jahr mehr Schutzzölle verhängt, um europäischen Herstellern gegen unfaire Importe beizustehen. Bei solchen Verfahren untersucht die Brüsseler Behörde, ob Rivalen von anderen Kontinenten unrealistisch niedrige Preise verlangen - etwa mit Hilfe staatlicher Subventionen -, um Europas Anbieter aus dem Markt zu drängen. In einem am Montag vorgelegten Report berichtet die Kommission, Ende 2019 seien 140 Schutzmaßnahmen in Kraft gewesen, fünf Prozent mehr als im Vorjahr. 93 dieser Einschränkungen betrafen Importe aus China, zehn Einfuhren aus Russland, sieben indische und sechs amerikanische Exporteure. Die Importe seien nach Verhängen der Zölle im Durchschnitt um 80 Prozent gesunken. Handelskommissar Phil Hogan sagte, "faire Marktbedingungen für unsere Unternehmen zu sichern", werde in der Erholungsphase nach Ende der Pandemie "noch wichtiger sein".

© SZ vom 05.05.2020 / bfi
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