Ernährung:UN: Weltweite Getreideernte stabil

Ungeachtet von Ukraine-Krieg und teurem Dünger wird die Weltgetreideernte in diesem Jahr nach Schätzung der Vereinten Nationen nur unwesentlich geringer ausfallen als 2021. Bislang erwartet werden 2,785 Milliarden Tonnen, das wären etwa 23 Millionen Tonnen weniger als im vorangegangenen Wirtschaftsjahr, sagte Josef Schmidhuber, Ökonom bei der UN-Agrarorganisation FAO. Zur Weltgetreideernte zählen unter anderem Weizen, Mais und Reis. Vor dem Hintergrund, dass der Ukraine-Krieg sowohl zu einer Verknappung des Weizenangebots auf dem Weltmarkt geführt hat als auch zu einer Verknappung von Dünger, ist die Schätzung eine erfreuliche Nachricht. "Die große Frage ist natürlich, was passiert im neuen Erntejahr?", so Schmidhuber. "Im Trend würde ich davon ausgehen, dass die globale Erntemenge im kommenden Jahr wieder ein bisschen rückläufig sein wird, was bei konstant erhöhter Nachfrage dazu führen würde, dass die Vorräte weiter zurückgehen." Der Ökonom betonte jedoch, dass diese Erwartungen unter Vorbehalt stehen: "Aber das hängt von ganz vielen Faktoren ab, nicht zuletzt vom Wetter." Aus diesem Grund sei eine wirklich belastbare Prognose jetzt noch nicht möglich.

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