Energie Benzin so teuer wie seit drei Jahren nicht

Die guten Jahre sind für Autofahrer und Menschen, die mit Heizöl heizen, erst einmal vorbei.

Die guten Jahre für Autofahrer und Heizölkäufer sind erst einmal vorbei. Seit einem Jahr steigen die Preise für Rohöl, und mit ihnen jene für Heizöl und Benzin. Erstmals seit fast drei Jahren müssen Autofahrer an der Zapfsäule mehr als 1,40 Euro für einen Liter Superbenzin E10 bezahlen. Für einen Liter Diesel werden im bundesweiten Durchschnitt mindestens 1,26 Euro fällig, das ist ebenfalls der höchste Stand seit rund drei Jahren.

Der Heizölpreis hat nach Erhebungen des Energie-Informationsdiensts EID in den größeren Städten die Marke von 70 Euro für 100 Liter (bei Abnahme von 3000 Litern, inklusive Mehrwertsteuer) geknackt. Bei den Internet-Preisportalen steht er im bundesweiten Durchschnitt noch knapp darunter. Damit müssen die Heizölkäufer wieder so viel bezahlen wie vor dreieinhalb Jahren, im November 2014. Vor einem Jahr lag der Heizölpreis bei 55 Euro für 100 Liter, der Anstieg beträgt somit mehr als 15 Euro oder fast ein Drittel. Bei einer Tankfüllung sind das immerhin 450 Euro mehr.

Jahrelang förderten die Ölproduzenten mehr Rohöl, als weltweit gebraucht wurde, und füllten so die Lager auf. Das ist nun vorbei. In den USA liegen die Lagerbestände bei Rohöl um 17 Prozent unter dem Vorjahr, bei Benzin und Diesel sogar um 23 Prozent. "Die Akteure auf den Märkten haben wirksame Mittel gefunden, um die Ölschwemme dieser Zeit einzudämmen", sagt EID-Chefredakteur Rainer Wiek.