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Deutschland:Bargeld gehortet

Die Menschen haben einer Studie zufolge zu Beginn der Corona-Krise in Deutschland mehr Bargeld gehortet. Der Bargeldumlauf im Euroraum stieg im März um fast 100 Milliarden Euro oder acht Prozent, wie aus einer Analyse des Beratungsunternehmens Barkow Consulting im Auftrag der Direktbank ING Deutschland hervorgeht. Verglichen mit der Entwicklung in den Vormonaten Januar und Februar lasse sich ein "Corona-Sondereffekt" von etwa 30 Milliarden Euro ausweisen. Davon entfielen etwa 20 Prozent beziehungsweise sechs Milliarden Euro auf Privathaushalte in Deutschland. Auch die Bundesbank hatte zu Beginn der Krise zunächst einen Anstieg der Nachfrage nach Scheinen und Münzen festgestellt. Anschließend seien die Volumina aber deutlich zurückgegangen. Der Analyse zufolge besaßen die Menschen Ende 2019 auf 253 Milliarden Euro Bargeld.

© SZ vom 28.04.2020 / dpa

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