Bevölkerung - Schwerin:Zensus kommt nach anfänglichem Stocken in MV nun voran

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Bevölkerung - Schwerin: Das Hinweisschild auf die Erhebungsstelle des Zensus 2022 in einem Schaufenster in der Innenstadt. Foto: Jens Büttner/dpa/Archivbild
Das Hinweisschild auf die Erhebungsstelle des Zensus 2022 in einem Schaufenster in der Innenstadt. Foto: Jens Büttner/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Schwerin (dpa/mv) - Nach anfänglichem Stocken kommt Deutschlands größte statistische Erhebung, der Zensus 2022, in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen gut voran. Für die Gebäudezählung hätten inzwischen 96 Prozent aller Eigentümer von Häusern und Wohnungen ihre Pflicht zur Beantwortung erfüllt, sagte Henry Lewerentz vom Statistischen Amt des Landes der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist durchaus gut." Fast drei Viertel der Menschen hätten online gemeldet, was den Amtsmitarbeitern viel Arbeit erspare. Bei der bisher letzten Gebäudezählung 2011 habe nur ein Drittel die Möglichkeit der Meldung via Internet genutzt.

Anfang Mai waren im Nordosten mehr als 400.000 Schreiben zur Gebäude- und Wohnungszählung an Eigentümer und Verwalter verschickt worden mit der Aufforderung, die Daten bis 31. Mai zu übermitteln. Abgefragt wurden unter anderem das Baujahr, die Heizungsart und die Wohnfläche der Häuser und Wohnungen. Auch Angaben zu Nettokaltmiete und Gründen eines Leerstands wurden erfragt. Mehr als ein Drittel hatten die Frist verstreichen lassen. Sie erhielten Erinnerungsschreiben. Wer seiner Auskunftspflicht nicht nachkommt, dem droht ein Bußgeld.

Auch der allgemeine Zensus, für den seit Mai Interviews in gut 74.000 Haushalten des Landes zu den Lebensumständen der Menschen geführt werden, komme inzwischen gut voran, sagte Lewerentz. Die Befrager seien auf der Zielgeraden. Anfangs hatte das Amt Probleme, genügend Befrager zu finden, vor allem im ländlichen Raum. Rund 2000 Ehrenamtler wurden dafür benötigt. Die Startprobleme seien gelöst, hieß es.

Der Zensus - früher Volkszählung - erhebt eine Vielzahl von Daten, auf dieser Basis werden später Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden getroffen. Mit dem Zensus 2022 wird den Angaben zufolge elf Jahre nach dem vorhergehenden ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Stichprobenartig werden dazu Menschen befragt.

© dpa-infocom, dpa:221119-99-578366/3

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