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Autohersteller mit Rekordgewinn:VW-Erfolg weckt Begehrlichkeiten

Mehr als acht Millionen Autos verkauft, den Gewinn verdoppelt: Volkswagen hat im vergangenen Jahr fast 16 Milliarden Euro verdient. Besonders die Anleger freuen sich über das Rekordergebnis. Die Aktionäre wollen höhere Dividenden - und auch die Mitarbeiter fordern ihren Anteil am Erfolg.

Der weltweite Autoboom hat Volkswagen einen Rekordergebnis verschafft. Europas größter Autobauer hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt: Nach Steuern bleibt ein Plus von 15,8 Milliarden Euro, teilte der Konzern mit. Das liegt vor allem an guten Absatzzahlen. Mehr als acht Millionen Autos hat VW im letzten Jahr verkauft.

Volkswagen assembly plant in Chattanooga, Tennessee

Mehr als acht Millionen Autos hat VW im vergangenen Jahr verkauft und einen Rekordgewinn erzielt. Mitarbeiter und Aktionäre fordern ihren Anteil am Erfolg.

(Foto: dpa)

Die guten Zahlen wecken aber auch Begehrlichkeiten. Die Aktionäre - darunter die Porsche-Holding, das Land Niedersachsen und das Emirat Katar - wollen ihren Anteil an dem üppigen Gewinn. Daher soll die Dividende um 80 Cent auf etwa drei Euro je Aktie angehoben werden. Im Vorjahr lag die Dividende noch bei etwa 2,20 Euro.

Auch die Belegschaft möchte von dem Erfolg profitieren. Der Betriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh hatte bereits einen zusätzlichen Bonus für die Mitarbeiter gefordert: "Wir wollen mit der Tarifrunde eine nachhaltige Lohnsteigerung sicherstellen, und gleichzeitig fordern wir, dass der Vorstand auf die tarifvertraglich vereinbarte Erfolgsbeteiligung in diesem Jahr noch einen anständigen Betrag oben drauf packt", sagte Osterloh der Bild-Zeitung. Bis zur Betriebsversammlung im März erwarte soll es eine Einigung geben, sagte er der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.

Kann VW das Tempo halten?

Für das laufende Jahr erwarten Branchenexperten allerdings einen leichten Gewinnrückgang. Dabei sind einige Faktoren aber noch nicht berücksichtigt: So ist der zu erwartende Gewinn von MAN beispielsweise in den Vorhersagen nicht enthalten. Der Münchner Maschinen- und Lastwagenkonzern gehört erst seit November zu dem Riesenreich von VW mit inzwischen zwei Lkw- und sieben Pkw-Marken sowie der Transportersparte.

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