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Audi:Sorgenfalten in Neckarsulm

Audi Hauptversammlung

Ein Audi h-tron quattro.

(Foto: Marijan Murat/dpa)

Management und Arbeitnehmervertreter verhandeln über die Zukunft des Werks mit 17 000 Beschäftigten.

Mehr elektrifizierte Audis, so wie hier im Foto, will der Betriebsrat im Neckarsulmer Werk in Zukunft sehen. Man bestehe angesichts der schwierigen Marktlage zwar nicht zwingend auf der Zusage des Herstellers, wonach kurzfristig zwei volumenstarke E-Modelle am Standort gebaut werden sollten, sagte Audi-Betriebsratschef Rolf Klotz. Dafür müsse Audi aber zusichern, dass das Werk zumindest in einigen Jahren elektrifiziert werde. Es müsse ein Zeitpunkt für die Umstellung fixiert werden, so der Betriebsrat. Management und Arbeitnehmervertreter verhandeln derzeit über die Zukunft des Werks mit 17 000 Beschäftigten. Derzeit werden hier vor allem die Audi-Modelle A4 bis A8 gebaut. Wegen der Krise um Verbrennungsmotoren leidet das Werk unter schlechter Auslastung. Dieses Jahr werde das dritte in Folge mit weniger als 200 000 gebauten Autos sein, sagte Klotz, möglich wären jährlich 300 000 Fahrzeuge. Verringern sich die Stückzahlen, steigen in der Regel die Produktionskosten. Das mache den Arbeitnehmern Sorgen, sagte Klotz. Audi-Werkleiter Helmut Stettner bekräftigte, dass man am Standort "selbstverständlich" davon ausgehe, "dass die Elektrifizierung langfristig erfolgen" werde. "Insofern habe ich keinerlei Verständnis für Schwarzmaler, die unseren Standort kleinreden wollen."

© SZ vom 20.11.2019 / dpa

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