bedeckt München 21°

Atomkraftwerke Tihange und Doel:Trommeln gegen die Pannen-Meiler

50 000 Menschen haben gegen die umstrittenen belgischen Atomkraftwerke "Tihange" und "Doel" demonstriert. Auch in Deutschland gab es Proteste.

5 Bilder

Protest - 'Kettenreaktion' gegen belgische Atommeiler

Quelle: dpa

1 / 5

Das, was diesen Menschen Angst macht, steht direkt hinter ihnen. Es ist das belgische Atomkraftwerk Tihange. 50 000 Menschen demonstrierten am Sonntag nach Veranstalterangaben gegen das Kraftwerk und einen weiteren Meiler in der Nähe von Antwerpen. Das Motto der Aktivisten: "Kettenreaktion".

Der 90 Kilometer lange Demonstrationszug erstreckte sich über drei Länder - von Tihange über Lüttich und Maastricht bis nach Aachen.

Protest - 'Kettenreaktion' gegen belgische Atommeiler

Quelle: dpa

2 / 5

Es sind nicht nur die Aktivisten, die etwas gegen die beiden grenznahen Atommeiler Tihange 2 und Doel 3 haben. Die Kraftwerke sind auch unter Experten umstritten. Grund dafür sind Tausende Mikrorisse in den Reaktorbehältern. Im 40 Jahren alten Meiler Tihange hatte es zudem immer wieder Störfälle gegeben.

Die Demonstranten fordern deshalb eine sofortige Stillegung beider Kraftwerke sowie einen Stopp von Brennelement-Lieferungen für belgische AKW aus Deutschland.

Protest - 'Kettenreaktion' gegen belgische Atommeiler

Quelle: dpa

3 / 5

Bisweilen geriet ihr Protest auch künstlerisch, so wie hier, direkt vor dem AKW in Tihange: Da steckte eine Vogel seinen Kopf in ein radioaktives Fass.

Protest - 'Kettenreaktion' gegen belgische Atommeiler

Quelle: dpa

4 / 5

Die deutsche Stadt Aachen wäre bei einem AKW-Unglück in Tihange besonders betroffen, schließlich ist das Kraftwerk gerade einmal 70 Kilometer von der Grenze entfernt. Auch dort sagten Aktivisten deshalb "Nein" zu dem umstrittenen Reaktor.

Protestaktion 'Kettenreaktion' gegen belgische Atommeiler

Quelle: dpa

5 / 5

Nach Polizeiangaben nahmen in Deutschland etwa 7000 Menschen an den Protesten teil. Ob das Trommeln gegen die AKWs nutzen wird, ist noch unklar.

© SZ.de/epd/jps/mikö

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite