bedeckt München 27°

Aktien:Traton mit holprigem Börsendebüt

Die Laune der Dax-Anleger bessert sich. Der Dax legt wieder zu und die Bilanz des ersten Halbjahres kann sich sehen lassen. Der erste Börsentag für Traton gelingt nicht allzu gut.

Zum Auftakt des G-20-Gipfels hat sich am Freitag vorsichtiger Optimismus am deutschen Aktienmarkt breitgemacht. "Die Anleger hoffen, dass die Verhandlungen zwischen den USA und China wieder an Schwung gewinnen und die USA eine Ausdehnung der Strafzölle verschieben", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus Axitrader. Am letzten Handelstag des ersten Halbjahres schloss der Dax ein Prozent höher bei 12 399 Punkten.

Diese ersten sechs Monate 2019 verliefen aus Anlegersicht überaus erfreulich. Dank der Nullzinsen in der Euro-Zone und negativer Renditen für Bundesanleihen erschienen vielen Investoren die Aktien als attraktive Anlageform. Das verhalf dem Dax zu einem Anstieg von fast 17 Prozent und damit zu einem der erfolgreichsten ersten Börsenhalbjahre in der Geschichte des deutschen Leitindex.

Derweil verlief das Börsendebüt des Nutzfahrzeugherstellers Traton schleppend. Die Papiere der Volkswagen-Tochter fielen auf 26,50 Euro und lagen damit knapp zwei Prozent unter dem Ausgabepreis von 27 Euro. Dieser markierte bereits das untere Ende der bis 33 Euro reichenden Angebotsspanne. Das Emissionsvolumen beläuft sich auf 1,55 Milliarden Euro. Das Geld fließt komplett an die Mutter VW, deren Aktien sich kaum bewegten.

Ein Aktiensplit im Verhältnis eins zu drei ließ die Anleger bei Nemetschek zugreifen. Die Titel des Anbieters für Software für die Baubranche verteuerten sich um 7,5 Prozent und waren damit der Topfavorit im M-Dax. Dagegen litten die Anteile des Pharma- und Chemiekonzerns Merck unter einer Herabstufung und verloren am Dax-Ende knapp ein Prozent.

Sehr gefragt waren Bankenwerte. Die Aktie der Deutschen Bank führte mit einem Aufschlag von 3,3 Prozent die Dax-Gewinnerliste an. Das Geldhaus bestand auch den zweiten und wichtigeren Teil des US-Bankenstresstests. Wenn sich die Situation bei der Deutschen Bank beruhige, stiegen die Chancen für einen Zusammenschluss mit einem anderen Institut, sagte Analyst Josh Mahoney vom Brokerhaus IG. An der Wall Street legte der Dow Jones um 0,3 Prozent auf 26 600 Punkte zu. Zu den Favoriten zählten die großen Banken wie Citigroup, Bank of America und JPMorgan, die den zweiten Teil des Stresstests der Notenbank Fed bestanden haben. Ihre Aktien gewannen bis zu 2,8 Prozent.

  • Themen in diesem Artikel: