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Aktien:Starke US-Jobdaten beflügeln Dax

Der US-Jobmotor läuft zum Jahresende auf Hochtouren. Dies freut die Anleger und ermuntert zum Einstieg bei den Aktien. Ins Rampenlicht rückt Carl Zeiss Meditec mit einem deutlichen Kursverlust.

Der stärkste Stellenaufbau in den USA seit zehn Monaten hat Europas Aktienanleger zum Wochenschluss in Kauflaune versetzt. Der deutsche Leitindex Dax beendete am Freitag die Börsensitzung 0,9 Prozent höher bei 13 167 Punkten. Im November wurden 266 000 Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft geschaffen. Experten hatten lediglich mit 180 000 gerechnet, nach einem Plus von 128 000 im Vormonat. "Das ist ein ganz starkes Lebenszeichen von der US-Wirtschaft", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. "Während die ganze Welt auf den Abschwung schaut, läuft der US-Jobmotor weiter auf Hochtouren", hieß es weiter.

Unter den Einzelwerten im Dax richtete sich das Interesse besonders auf FMC und die Lufthansa. Die Aktie des Dialysespezialisten FMC gab als schwächster Wert um 1,7 Prozent nach. Die US-Bank Morgan Stanley sieht Risiken für die von FMC ausgegebenen Ziele für das kommende Jahr und stufte das Papier herunter. Lufthansa-Aktien gehörten indes zu den Dax-Favoriten mit plus 1,5 Prozent. Die Investmentbank Mainfirst rechnet 2020 für die Airline mit besser laufenden Geschäften.

Ins Rampenlicht rückte auch Carl Zeiss Meditec, die Titel rutschten um sechs Prozent ab und waren der größte Verlierer im M-Dax. Für das Geschäftsjahr 2019/2020 peilt die Medizintechnik-Firma eine operative Marge von 17 bis 19 Prozent an. Die Markterwartung liege bislang jedoch bei 19 Prozent. Daher nahmen Anleger die Zahlen zum Anlass für Gewinnmitnahmen. Zeiss-Aktien hatten in den vergangenen sechs Monaten knapp 30 Prozent zugelegt. Die Papiere von Osram profitierten davon, dass der österreichische Chipkonzern AMS im Übernahmekrimi die wichtige Hürde von 55 Prozent genommen hat. Im Parketthandel an der Frankfurter Börse zogen die Titel des Münchner Lichtkonzerns daraufhin am Abend um knapp 13 Prozent an.

Nach einem Forschungsrückschlag für einen Medikamentenkandidaten stürzten die Aktien der französischen Pharmafirma Ipsen um 24 Prozent ab. Klinische Studien für ein Mittel zur Behandlung von Knochenerkrankungen wurden auf Eis gelegt.

Die Börsen an der Wall Street profitierten ebenfalls von den starken Signalen vom amerikanischen Arbeitsmarkt. Der Leitindex Dow Jones gewann bis zum Handelsende 1,2 Prozent auf 28 015 Punkte.