Aktien:Schaukelbörse hält an

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Die Unklarheiten über die Gefährlichkeit der neuen Corona-Variante Omikron verunsichern die Anleger weiterhin. Derweil können sich die Aktionäre von Allianz und Aurubis über deutlich höhere Dividenden freuen.

Das Auf und Ab an den europäischen Börsen hat sich zum Wochenschluss fortgesetzt. Über weite Handelsstrecken lag der Dax im Plus, gab seine Gewinne jedoch wieder ab und schloss am Freitag 0,6 Prozent tiefer bei 15 170 Punkten. Unterstützung kam einerseits von den November-Daten zum Arbeitsmarkt in den USA, die schwächer ausgefallen waren als prognostiziert. Das heizte Spekulationen an, die US-Notenbank könnte die Straffung ihrer lockeren Geldpolitik in einem gemäßigterem Tempo vorantreiben als bisher erwartet.

Vorherrschendes Thema am Markt aber blieb die neu entdeckte Coronavirus-Variante Omikron. "Inwieweit die Impfstoffe gegen die Omikron-Variante wirken, ob und wie die Mutation die laufende vierte Welle in Deutschland beeinflusst und ob sie im Verlauf zu höheren Hospitalisierungen und Todesfällen führt, ist bis heute noch nicht geklärt. Deshalb dürfte die Schaukelbörse auch in der kommenden Woche anhalten", warnte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets.

Im M-Dax gehörten die Aktie von Aurubis mit einem Plus von 7,5 Prozent zu den Top-Favoriten. Das angepeilte operative Ergebnis der Kupferhütte liege über den Erwartungen, sagte ein Börsianer. Gleiches gelte für die angekündigte Dividende. Auch bei der Allianz soll die Dividende jährlich um mindestens fünf Prozent steigen. Außerdem stellte der Versicherer Aktienrückkäufe in Aussicht. Allianz-Papiere zogen im Dax um 0,6 Prozent an. Dagegen setzten Delivery Hero ihre Talfahrt fort und führten mit minus 4,6 Prozent die Dax-Verlierer an. Zur Begründung wurde auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg verwiesen, der steigende Lohnkosten für die Fahrer in der Essenslieferbranche befürchten lässt. Demnach plant die Europäische Union, deren Rechte zu stärken, indem sie als Arbeitnehmer deklariert werden. Top-Favorit im M-Dax war die Aktie der Software AG mit plus 9,5 Prozent. Für das Unternehmen interessieren sich informierten Kreisen zufolge gleich mehrere Finanzinvestoren. Ein Ausverkauf bei Technologieaktien trübte die Stimmung an den US-Börsen. Anleger scheuten angesichts der weltweiten Verbreitung der Corona-Mutation Omikron und einer hohen Inflation Risiken und verkauften Aktien. Während der Dow Jones 0,2 Prozent nachgab, verlor der technologielastige Nasdaq-Index 2,7 Prozent.

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