Aktien:Mit Gewinnen in den Dezember

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Anleger nutzen das niedrigere Kursniveau, der Dax legt deutlich zu. Auftrieb gibt unter anderem die Hoffnung, dass die derzeitigen Impfstoffe auch gegen die neue Corona-Variante wirken.

Nach der jüngsten Talfahrt haben sich Europas Anleger zum Monatsanfang wieder auf das Börsenparkett gewagt. Der Dax zog am Mittwoch bis zum Handelsende um 2,5 Prozent auf 15 473 Punkte an. Für Entspannung sorgten Äußerungen von Biontech-Chef Ugur Sahin. Ihm zufolge schützen die existierenden Impfstoffe vor einem schweren Krankheitsverlauf auch bei einer Infektion mit der Corona-Variante Omikron. Zudem sorgte die mögliche Zulassung eines Corona-Medikaments des US-Pharmakonzerns Merck in den USA für weitere Aufwärtsimpulse. Am Vortag hatten neben den Sorgen um die Impfstoff-Wirksamkeit gegen die Omikron-Variante auch Aussagen von US-Notenbank-Chef Jerome Powell belastet, wonach die Wertpapierkäufe der Fed schneller zurückgeführt werden könnten als bisher geplant.

Anleger griffen vor allem bei Aktien aus dem Reise- und Freizeitsektor zu, die zuletzt stark gelitten hatten. Lufthansa-Papiere gewannen fünf Prozent an Wert und gehörten damit zu den größten Gewinnern im M-Dax. Fraport-Aktien stiegen um vier Prozent. Im Dax war das Papier von Daimler mit plus 4,3 Prozent einer der Top-Favoriten. Der Daimler-Konzern wird in einen Auto- und einen Lkw-Hersteller aufgespalten. Dazu wird die bisherige Sparte Daimler Truck aus dem Konzern herausgelöst und soll am 10. Dezember an die Börse gehen. Volkswagen gewannen 3,8 Prozent.

Im S-Dax punktete der von hohen Schulden belastete Immobilieninvestor Adler Group mit dem Verkauf eines großen Wohnungspakets an den Konkurrenten LEG Immobilien bei den Anlegern. Der Adler-Kurs zog um 34,4 Prozent an. Seit Jahresbeginn haben die Titel allerdings rund 70 Prozent eingebüßt.

Der Düngerkonzern K+S und die Remondis-Tochter Remex bekamen vom Bundeskartellamt grünes Licht für ihr Gemeinschaftsunternehmen Reks. Dies stützte die zuvor bereits hohen Kursgewinne der im M-Dax notierten K+S-Papiere. Zuletzt standen sie 2,4 Prozent höher.

Der erste Infektionsfall mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus in den USA machte der Wall Street zu schaffen. Der Dow Jones gab seine Anfangsgewinne ab und schloss 1,3 Prozent im Minus. Die Aktien des US-Software-Hersteller und SAP-Konkurrenten Salesforce sackten nach einem überraschend schwachen Ausblick um 11,7 Prozent ab.

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