Aktien:Märkte wieder unter Druck

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Zunehmende Sorgen um die Corona-Variante Omikron schicken den Dax nach nur einem Erholungstag auf Talfahrt. Zu den größten Verlierern in Europa zählen Halbleiterhersteller.

Nach der deutlichen Erholung am Vortag sind die Kurse an den europäischen Aktienmärkten wieder kräftig unter Druck geraten. Der Dax verlor bis zum Handelsende am Donnerstag 1,4 Prozent auf 15 263 Punkte. Einmal mehr bestimmten die Ängste wegen der neuen Corona-Variante Omikron das Geschehen an den Börsen. An der Wall Street hatte das Auftauchen eines ersten Falls der Omikron-Variante in den USA am Vorabend bereits für Kursverluste gesorgt. Eine allzu große Überraschung wäre eine Ausbreitung der neuen Mutante allerdings nicht, sagte Marktanalyst Christian Henke vom Finanzhaus IG. Wichtiger sei, inwieweit die derzeitigen Impfstoffe gegen Omikron schützen und wie der Krankheitsverlauf ausfalle. "Die bange Frage ist, ob mit neuen Beschränkungen und Lockdowns alles von vorne beginnt und ob dies erneut die Konjunkturentwicklung bremsen wird." Anleger müssten auf jeden Fall weiterhin mit stärkeren Kursschwankungen rechnen, nachdem die Volatilität an den Börsen zuletzt so hoch war wie seit zehn Monaten nicht mehr, merkte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners an.

Bei den Einzelwerten gerieten die Aktien der Halbleiterhersteller ins Hintertreffen. So gehörten im Dax die Titel von Infineon mit einem Minus von 4,4 Prozent zu den größten Verlierern. Einem Medienbericht zufolge teilte Apple seinen Zulieferern mit, dass sich die Nachfrage nach dem iPhone 13 verlangsamt habe. Die Titel von Apple gaben in New York 1,7 Prozent nach.

Im M-Dax verteuerten sich die Aktien von Dürr um mehr als sieben Prozent. Sie profitierten damit von einer Hochstufung der Deutschen Bank, die das Kursziel des Autozulieferers und Anlagenbauers auf 60 von zuvor 35 Euro heraufgesetzt hatte und das Papier nun mit "Kaufen" statt "Halten" bewertet. Hingegen rutschten die Anteile von Scout-24 um knapp neun Prozent ab. Die neue Umsatz- und Gewinnprognose des Immobilienportal-Betreibers kam bei den Anlegern nicht gut an.

Im Gegensatz zu den Börsen in Europa zogen die Kurse an der Wall Street wieder an. Der Dow Jones schloss 1,8 Prozent höher bei 34 640 Zählern. Zu den Favoriten gehörten die Papiere des Flugzeugbauers Boeing mit einem Kursplus von 7,5 Prozent. Der Unglücksflieger des Typs 737 MAX steht vor der Wiederzulassung in China.

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