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Aktien:Kursgewinne im Dax

Der Leitindex kann weiter zulegen. Die jüngsten Signale aus China im Handelsstreit mit den USA und die politische Entwicklung in Italien heben die Stimmung der Anleger. An der Wall Street sind Technologieaktien gefragt.

Die Aussicht auf eine neue Regierung in Italien und ermutigende Signale aus China im Handelsstreit mit den USA haben den europäischen Börsen am Donnerstag zu Kursgewinnen verholfen. Der Dax legte 1,2 Prozent auf 11 839 Punkte zu. Die Regierung in Peking erklärte, sie spreche mit den USA über eine nächste Verhandlungsrunde im Zollstreit. Vor allem kurzfristig orientierte Anleger griffen nun zu, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst vom Handelshaus CMC Markets. Experten warnten jedoch vor allzu großem Optimismus. In Mailand stieg der Leitindex um zwei Prozent, nachdem der italienische Präsident Sergio Mattarella dem bisherigen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte den Auftrag erteilt hatte, eine neue Regierung zu bilden.

Aufwärts ging es für die BASF-Aktien, nachdem sich die Spekulationen um einen Verkauf des Pigmentgeschäfts nach Japan bestätigten. Die Anteilsscheine zogen um zwei Prozent an. Die Konkurrenztitel von Covestro verteuerten sich sogar um 3,3 Prozent. Einziger Verlierer im Dax war die Aktie des Wohnimmobilienkonzerns Vonovia mit minus 1,8 Prozent. Im Zuge der jüngsten Diskussionen um einen Mietendeckel in Berlin hatte die Aktie in den vergangenen Tagen bereits sichtlich verloren. Papiere der Deutsche Wohnen gaben um 0,8 Prozent nach und landeten damit auf einem der hinteren Plätze im M-Dax.

Gefragt waren die Titel des IT-Unternehmens Cancom, die an ihrem ersten Tag im M-Dax um gut drei Prozent zulegten. Der außerplanmäßige Wechsel in den Mittelwerteindex war nötig geworden, weil der Streubesitz von Axel Springer nach der Übernahme durch KKR unter die nötige Schwelle gefallen war. In den Kleinwerteindex S-Dax rückte dafür der Essener Immobilienentwickler Instone nach, dessen Aktien um drei Prozent nachgaben. Axel-Springer-Titel notierten zum Schluss unverändert.

An der Wall Street ging der Dow Jones 1,3 Prozent höher aus dem Handel. Die Aussicht auf weitere Gespräche zwischen den USA und China im Zollstreit trieb die Kurse von exportabhängigen Technologieaktien nach oben. Die Papiere von Apple gewannen ein Prozent. Die Anteilsscheine von Chipherstellern wie Intel und Advanced Micro Devices gewannen jeweils mehr als zwei Prozent, die von Micron und Nvidia verteuerten sich sogar um mehr als drei Prozent.

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