Aktien:Kaum Bewegung am Aktienmarkt

Die Aktienanleger scheinen nach den September-Daten vom US-Arbeitsmarkt zunächst nicht klarer zu sehen als zuvor. Der Dax notiert kaum verändert. Im Fokus steht die Immobilienbranche.

Auch nach der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts haben die Aktienanleger mit Käufen zurückgehalten. Der Dax beendete den Handel 0,3 Prozent tiefer bei 15 206 Zählern. Die Lage am US-Arbeitsmarkt hat sich im September wider Erwarten nur wenig aufgehellt. Es entstanden lediglich 194 000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft, wie die Regierung am Freitag in Washington mitteilte. Die Ökonomen hatten mit 500 000 gerechnet. Die US-Notenbank Fed hat die Zahlen genau im Blick. Eine nachhaltige Erholung am Jobmarkt gilt als eine notwendige Voraussetzung dafür, dass die Fed schon bald ihre massiven Konjunkturspritzen niedriger dosieren kann. US-Notenbankchef Jerome Powell hatte gesagt, ihm würde mit Blick auf das Arbeitsmarktziel bereits ein "ordentlicher" Arbeitsmarktbericht im September genügen.

Unter den Einzelwerten standen zum Wochenschluss unter anderem Immobilienunternehmen im Blick. Die Aussicht, dass der Wettbewerber Vonovia einsteigen könnte, trieb die Aktien der Adler Group in der Spitze um zwölf Prozent nach oben. Die Papiere des Dax-Konzerns Vonovia verloren 1,5 Prozent an Wert. Zu den Top-Favoriten im Dax zählten die Aktien von Daimler mit einem Plus von 2,6 Prozent. Die Schweizer Großbank UBS empfahl die Titel zum Kauf. Analyst Patrick Hummel rechnet mit einer Erholung der Produktion des Autobauers, die aktuell noch von der Chipkrise betroffen ist. Das könnte 2022 zu einem Rekordjahr für Mercedes-Benz machen. Ein positiver Analystenkommentar verlieh auch den Anteilen von Ströer größeren Schub. Die Papiere stiegen um 4,6 Prozent und belegten damit den ersten Platz im M-Dax, nachdem sich die britische Investmentbank Barclays positiv zu den Aktien des Werbevermarkters geäußert hatte.

Gelockerte Quarantäne-Bestimmungen für Reisen nach Großbritannien verhalfen den Aktien der British-Airways-Mutter IAG zu einem Plus von zeitweise rund drei Prozent. Ryanair-Papiere notieren bis zu 1,4 Prozent fester. Verkehrsminister Grant Shapps hatte am Donnerstag unter anderem angekündigt, 47 Länder von der roten Liste zu streichen, darunter Südafrika und Thailand.

An der Wall Street bewegte sich der Dow Jones in einer engen Spanne und ging fast unverändert bei 34 746 Punkten aus dem Handel.

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