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Aktien:Daimler-Aktien  gefragt

Nach dem furiosen Wochen­start verliert die Rally an den europäischen Aktienmärkten etwas an Schwung. Der Dax hält sich über der 14000-Punkte-Marke.

Der Dax hat sich am Dienstag über der am Vortag zurückeroberten Marke von 14 000 Punkten etabliert. Zum Handelsschluss stand der deutsche Leitindex 0,4 Prozent höher bei 14 040 Punkten. Auch wenn einige Anleger hier und da Gewinne mitnähmen, ändere sich an den längerfristig positiven Aussichten nichts, sagte Analyst Pierre Veyret vom Brokerhaus Activtrades. Sie seien geprägt durch die erwartete kraftvolle Erholung der Weltwirtschaft von den Folgen der Coronavirus-Pandemie.

An der Dax-Spitze kletterten Daimler-Aktien mit einem Plus von 2,5 Prozent auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren. Am Vortag hatte Daimler die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem Lkw-Hersteller Volvo bekanntgegeben. Beide Seiten arbeiten künftig gemeinsam an der Entwicklung von Brennstoffzellen-Antrieben für schwere Lastwagen.

Geschäftszahlen bewegten vor allem Papiere aus dem Nebenwerteindex M-Dax. So stieg der Umsatz von Hellofresh erstmals über eine Milliarde Euro und hat sich damit mehr als verdoppelt. Nach einem Verlust von 7,4 Millionen Euro im Vorjahr erreichte der des Kochboxenversender nun ein Ergebnis von 350,9 Millionen Euro. Die Titel von Hellofresh führten dennoch mit einem Minus von 6,5 Prozent die M-Dax-Verlierer an. Nach einer Vervierfachung des Kurses in den vergangenen zwölf Monaten gab es bei dem Corona-Profiteur Gewinnmitnahmen. Auf der Gewinnerseite standen die Papiere von Kion mit einem Aufschlag von 6,5 Prozent ganz oben. Der in der Pandemie stark gestiegene Online-Handel und die damit veränderte Lagerlogistik bescherte dem Gabelstaplerkonzern einen Rekordauftragseingang. Anleger griffen auch bei den Aktien von Teamviewer zu, die um 4,2 Prozent zulegten. Der Softwareanbieter will mit der Übernahme des US-Unternehmens Upskill sein US-Geschäft ausbauen. Die Aktien von Morphosys gaben leicht nach, obwohl das Biotech-Unternehmen seine Finanzprognosen für das abgelaufene Geschäftsjahr übertroffen hatte.

Nach dem jüngsten Kurssprung waren US-Anleger mit weiteren Käufen vorerst vorsichtiger. Der Dow Jones schloss 0,5 Prozent tiefer. Der Videodienst Zoom steigerte dank des anhaltenden Trends zum Home-Office den Umsatz um 369 Prozent. Zoom-Aktien gaben dennoch neun Prozent nach.

© SZ vom 03.03.2021 / rih, Reuters, dpa
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