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Aktien:Auto-Titel bei Anlegern gefragt

Notenbank-Sitzungen, Großbritannien-Wahl, Zollstreit: Diese potenziell kursbewegenden Faktoren halten Anleger in Atem. Der Deutsche Aktienindex gewinnt moderat hinzu.

Der Dax hat am Mittwoch vor wichtigen geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank Fed moderat zugelegt. Zum Handelsschluss lag der deutsche Leitindex 0,6 Prozent höher bei 13 147 Punkten. Angesichts anstehender Ereignisse wie die Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed am späten Abend sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) an diesem Donnerstag gingen die Anleger keine allzu großen Risiken ein, hieß es aus dem Handel. Der Aktienmarkt habe aufgrund der Menge an unterschiedlichen Signalen zu den Handelsgesprächen weiter Schwierigkeiten, eine klare Richtung zu finden, kommentierte Analyst Milan Cutkovic vom Broker Axitrader die Lage. Die ständig wechselnden Signale von US-Präsident Donald Trump sorgten für eine anhaltende Unsicherheit, und viele Anleger würden sich deshalb lieber zurückhalten.

Im Dax gehörten die Aktien der Autobranche zu den Top-Favoriten. Daimler, VW und BMW gewannen jeweils rund 1,5 Prozent hinzu. Volkswagen hat im November deutlich mehr Autos seiner Hauptmarke verkauft als vor einem Jahr. Die Auslieferungen legten weltweit um 3,9 Prozent zu. Die Aktien des Zahlungsabwicklers Wirecard setzten ihre Talfahrt nach dem erneuten Vorwurf von Bilanz-Tricksereien fort und fielen um 4,9 Prozent ans Dax-Ende.

Nach der Vorlage von Jahreszahlen sprangen die Aktien des Kupferkonzerns Aurubis um knapp elf Prozent in die Höhe und führten somit die M-Dax-Gewinner an. Abschreibungen und die träge Konjunktur hatten den Kupferkonzern belastet. Ein Händler bewertete die Resultate dennoch positiv. Zudem rechnet Europas größte Kupferhütte für 2019/20 mit einer stabilen Kupfernachfrage.

Nach dem Einzug ins Achtelfinale in der Champions League kletterten die Aktien des Fußballclubs Borussia Dortmund mit einem Plus von 8,2 Prozent an die S-Dax-Spitze. Hornbach-Papiere folgten mit einem Aufschlag von 7,4 Prozent. Der Baumarktkonzern erhöhte nach einem Gewinn- und Umsatzanstieg im dritten Quartal seine Prognose für das Gesamtjahr.

Der Dow Jones schloss nach der Zinsentscheidung der Fed 0,1 Prozent im Plus bei 27 911 Zählern. Die US-Notenbank beließ ihren Leitzins unverändert im Korridor von 1,5 bis 1,75 Prozent. Die Entscheidung war von Analysten weitgehend erwartet worden.

© SZ vom 12.12.2019 / rih, Reuters, dpa

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