Abgasbetrug:Ex-Manager zur Dieselaffäre

Im Betrugsprozess zur VW-Dieselaffäre hat ein Ex-Manager die Schilderung zu seiner Entlastung fortgesetzt. "Wenn ich etwas klar verstehe, dann positioniere ich mich auch dazu", sagte der frühere Chef der VW-Aggregateentwicklung am Donnerstag vor dem Landgericht Braunschweig. Schwerpunkt seiner mehrstündigen Einlassung war, dass es vor der Einführung eines "sauberen Diesels" auf dem US-Markt viele Probleme gab, die sogenannte Akustikfunktion dabei aber keine besondere Rolle spielte. Eine Präsentation, bei der die Akustikfunktion gesondert vorgestellt wurde, habe es nie gegeben, sagte der Ex-VW-Manager. Der Begriff dieser Funktion gilt im Kontext der "Dieselgate"-Ermittlungen als eine Art Deckmantel für das Programm, das die Abgasreinigung nur in Tests voll aktivierte. Im September 2015 flogen die Täuschungen in den USA auf. Sechs Jahre später sind vier ehemalige VW-Führungskräfte angeklagt. Ihnen wird unter anderem gewerbs- und bandenmäßiger Betrug (Az.: 6 KLs 23/19). Der zunächst mitangeklagte frühere VW-Konzernchef Martin Winterkorn muss zu dem Diesel-Betrugsprozess vorerst nicht vor Gericht erscheinen.

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