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Tipps zu Sonnenbrillen:Rund, eckig oder Katze?

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Welche Sonnenbrille zu Ihnen passt

Verspiegelt, klassisch oder sportlich: Im Sommer verstecken wir unsere Augen hinter dunklen Gläsern. Das sieht nicht immer gut aus. Welche Sonnenbrille passt zu welcher Gesichtsform? Eine Optikerin gibt Antworten.

Shorts, T-Shirt und sonst gar nichts - außer die Sonnenbrille. Die darf im Sommer bei keinem Outfit fehlen. Doch wie findet man das richtige Modell für Look und Gesicht? Tipps für die Suche nach dem passenden Gestell.

Mit ihr ist es ein bisschen wie mit dem richtigen Paar Schuhe, denn sie macht das Outfit erst perfekt: die Sonnenbrille. In den vergangenen Jahren galt: je auffälliger, desto besser. Große Gläser im Retro-Stil und futuristische, farbige Bügel. Während die Gestelle eigentlich immer größer und größer wurden, geht der Trend 2014 hin zu feineren Modellen. Auffällig darf es trotzdem bleiben.

Doch wie findet man die Sonnenbrille, die einem auch wirklich gut steht? Welches Gestell unterstreicht Vorzüge, welches hebt Makel hervor? Und was muss ich beim Kauf grundsätzlich beachten? Carina Freytag-Hafen, Mitinhaberin von "Optik Marx" in München, erklärt, worauf es ankommt.

Zunächst auf die Gesichtsform. Man unterscheidet zwischen vier verschiedenen: der runden, schmalen, eckigen und herzförmigen beziehungsweise dreieckigen. Für jede gäbe es die richtige Brille, sagt Freytag-Hafen - doch nur die wenigsten wissen, welche zu ihrem Gesicht passt. Oder welche Form ihr Gesicht überhaupt hat.

Vier Gesichter - vier Brillen

"In ein rundes Gesicht passen die verschiedensten Modelle, da gibt es wenig Einschränkungen", so die Optikerin. Stattdessen fielen dann andere Merkmale ins Gewicht, die eine Brille entweder vorteilhaft oder weniger geeignet wirken lassen, wie zum Beispiel eine große Nase oder eine breite Stirn. Grundsätzlich empfiehlt Freytag-Hafen runden Gesichtern die klassische Pilotenbrille mit tropfenförmigen Gläsern, die auch in diesem Sommer noch genauso en vogue sind wie in den vergangenen. Einen Ray-Ban-Aviator aus Metall zum Beispiel.

Ein schmales Gesicht wirkt durch eine unglücklich gewählte Brille häufig noch länger. Zu imposante Brillen seien daher nicht von Vorteil. "Große eckige Gläser decken zwar grundsätzlich gut ab und schützen auf diese Weise Haut und Augen", sagt Freytag-Hafen. Besonders bei einem schmalen Gesicht dürften die Gläser aber weder zu auffällig noch zu klein sein. "Das macht das Gesicht unterhalb der Brille noch wesentlich länger."

Besonders gut eignen sich dagegen Gestelle, deren Bügel hoch angesetzt sind. "Dadurch wird der obere Teil des Gesichtes verbreitert, und das Ganze wird zu einem Dreieck." Letzten Endes ist nach Auffassung der Optikerin genau das erstrebenswert. Denn: "Das Dreiecksgesicht ist das schönste, das es gibt." Mit dem "Katzen-Modell" lässt sich das verwirklichen, zum Beispiel mit einem der Marke Miamai.

Auch bei eckigen Gesichtern empfiehlt Freytag-Hafen, die ursprüngliche Form nicht zusätzlich zu betonen. "Eine Brille, die unten heraus schmaler wird, wirkt fließender in ihrer Form und nimmt dem Ganzen die Konturen." Hoch angesetzte Bügel täuschen also über eckige Formen hinweg.

Sonnenbrille: die richtige finden

Die Auswahl ist groß - doch welche Brille passt zu wem?

(Foto: dpa)

Bei einem herzförmigen oder dreieckigen Gesicht müssten insbesondere die hohen Wangenknochen berücksichtigt werden, sagt Freytag-Hafen. Größere Gläser liegen auf oder schneiden gar in die Haut. Ein einfacher Trick, mit dem auch der Laie überprüfen kann, ob seine Brille die passende Größe hat: "Die Brille darf sich beim Lachen nicht bewegen. Tut sie es doch, liegt sie auf den Wangen und eignet weniger."

Auch beim Brillenkauf ganz Ohr sein

Beachtet werden bei der Brillenwahl müssten auch die Ohren, so die Optikerin. Sind diese weiter unten am Kopf angewachsen, sitzt die Brille schräg auf der Nase. "Dann gelangen die UV-Strahlen unter den Gläsern hindurch schnell in die Augen, und die Sonnenbrille erfüllt ihren Zweck nicht." Brillen, bei denen die Bügel mittig und nicht am oberen Ende der Gläser angebracht sind, lösten das Problem.

Auch den Hauttyp ihrer Kunden berücksichtigt Freytag-Hafen bei der Beratung. "Einem sehr hellhäutigen Menschen empfehle ich generell keine ganz schwarze Brille. Ist eine dunkle gewünscht, greife ich zu schokobraun. Auch verlaufsfarbene Gläser, also welche, die von oben nach unten heller werden, machen den Kontrast weicher." Je dunkler ein Typ ist, desto weniger Einschränkungen gibt es. "Bei schön gebräunter Haut sehen auch schrille Farben toll aus".

Ein Glück, denn ausgerechnet die liegen diesen Sommer voll im Trend. "Bunt verspiegelte Brillengläser, dünne Bügel, feine Gestelle - das ist ein Muss in diesem Jahr."