"Lecker auf Rezept" zu Weihnachtsmenü:Maroni-Suppe, Entenbrust und Birnen-Crumble

Lesezeit: 4 min

Lecker auf Rezept

Die Zeit und Nerven sparende Variante der Weihnachtsente

(Foto: Maria Holzmüller)

Wer will schon Heiligabend schwitzend am Herd verbringen. Es geht auch anders: mit dieser Variante der Weihnachtsente.

Von Maria Holzmüller

Beim Thema Weihnachtsmenü gibt es zwei Haltungen: Die einen schwören auf ein Ritual, an dem nicht gerüttelt werden darf: jedes Jahr das gleiche Mahl, seien es Würstchen mit Kartoffelsalat, Gänsebraten oder Karpfen. Andere wollen immer wieder etwas Neues, ganz Besonderes zubereiten und überlegen bereits Wochen zuvor, was das sein könnte.

Auch wenn einige von ihnen die erste Gruppe um ihre Bodenständigkeit heimlich beneiden, machen sie sich auf die Suche. Weil es sich so wunderbar träumen lässt vom Dinner am Heiligen Abend, den Düften, dem festlich gedeckten Tisch, der ausgetüftelten Menüfolge. Wenn nicht die stundenlange Vorbereitung in der Küche den Traum von so manchem Menü wieder bröckeln ließe - weil man gleichzeitig Geschenke einpacken, den Christbaum schmücken, Plätzchen essen und Zeit mit seiner Familie genießen sollte. In der Realität wollen wir Weihnachten nicht nur schwitzend am Herd verbringen.

Einzige Lösung für dieses Dilemma: Ein Menü, das sich gut vorbereiten und trotzdem nichts an Raffinesse missen lässt. Wie zum Beispiel dieses hier.

Suppe, Ente, Dessert - alles ganz entspannt

Zur Vorspeise überrascht eine samtige Maroni-Suppe mit Portwein, die sich schon am Vortag zubereiten lässt und nur noch erwärmt werden muss. Lediglich die Croutons und die Einlagen rösten wir kurz vor dem Servieren frisch in der Pfanne und im Ofen.

Danach folgt die Zeit und Nerven sparende Variante der Weihnachtsente: Entenbrust mit Holunder-Orangen-Sauce, begleitet von den klassischen Beilagen Blaukraut und Knödel. Das Blaukraut lässt sich ebenfalls vorbereiten, die Entenbrust ist in 45 Minuten fertig. Wer die Kartoffelknödel selbst zubereiten will, muss noch ca. eine weitere Stunde hinzurechnen. Wer diese lieber mit seinen Liebsten verbringen will, darf guten Gewissens zu fertigem Kartoffelknödelteig aus dem Kühlregal greifen, da gibt es inzwischen wirklich gute Alternativen.

Als Nachspeise wärmt ein Birnen-Cranberry-Crumble aus dem Ofen, das sich beliebig mit Vanilleeis, Vanillesauce oder griechischem Joghurt verfeinern lässt. Die Streusel bereiten wir ebenfalls am Vortag zu, das Obst schneiden wir am Vormittag und stellen alles bereit. Wenn die Entenbrust aus dem Ofen kommt, schieben wir das Crumble hinein. Dann ist pünktlich zum Dessert alles fertig. Nur wir nicht. Wir genießen ganz entspannt.

Rezepte:

Maroni-Suppe mit Portwein (4 Personen)

Zutaten:

1 TL Puderzucker

50 ml Portwein

800 ml Gemüsebrühe

400 g gegarte, vakuumverpackte Maroni

200 g Sahne

Salz, Chilipulver

1 Scheibe Toastbrot

4 Rosenkohlröschen

4 Austernpilze

Lecker auf Rezept

Muss nur noch erwärmt werden: samtige Maroni-Suppe mit Portwein.

(Foto: Maria Holzmüller)

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Den Puderzucker in einem Topf bei mittlerer Hitze hellbraun karamellisieren und mit dem Portwein ablöschen. Das Ganze sollte auf ein Drittel einkochen.

In der Zwischenzeit 350 g der Maroni in der Brühe in einem Topf aufkochen lassen, die Sahne dazugeben und das Ganze im Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren. Den eingekochten Portwein zur Suppe geben und mit Salz und Chilipulver würzen.

Die Rosenkohlröschen vierteln, die Austernpilze in dünne Streifen schneiden und beides mit Salz und Pfeffer würzen, in Olivenöl schwenken und auf ein Backblech geben. Im Backofen ca. 15 Minuten knusprig braten. In der Zwischenzeit das Toastbrot und die restlichen Maroni würfeln und in etwas Butter ebenfalls knusprig braten. Am Ende Rosenkohl, Austernpilze, Maroni und Toast-Croutons als Einlage in die Suppenschüsseln geben und mit der Suppe aufgießen.

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