Bleichcremes:Ruanda verbietet schädliche Hautaufheller

Einige der Produkte enthalten Steoride, Blei oder Quecksilber. Sie können zu schweren Gesundheitsschäden führen.

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Quelle: Cristina Aldehuela/AFP

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Eine Straße in der ghanaischen Hauptstadt Accra, gesäumt von Werbeplakaten für Hautbleichmittel. In Ghana sind solche Produkte wegen gefährlicher Nebenwirkungen seit 2016 verboten, wie in vielen anderen afrikanischen Ländern auch. Dennoch boomt das Geschäft, hinter dem ein zweifelhaftes Schönheitsideal steht. Der Jahresumsatz mit legalen Produkten wird weltweit auf zwölf Milliarden Dollar geschätzt, insgesamt sollen es mehr als 40 Milliarden Dollar sein. Auf dem Markt mischen Konzerne wie Garnier und Nivea mit ihren riesigen Werbebudgets mit.

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Quelle: Gulshan Khan/AFP

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Die Eingangstür zu einem Schönheitssalon im südafrikanischen Fordsburg, einer Vorstadt von Johannesburg. In Südafrika sind die Bleichmittel schon seit den 1990er Jahren verboten, das Land hat eines der strengsten Gesetze weltweit. Dennoch blüht der Handel, Schmuggler bringen die Tigel und Tuben über die Grenze. Wissenschaftler von der Universität Kapstadt warnen, dass die Regierung kaum noch Möglichkeiten habe, den ausufernden Handel einzudämmen.

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Quelle: Stefan Heunis/AFP

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In ihrem Beautysalon in Lagos, Nigeria, mixt Elizabeth Kobiti eine Creme, die die Haut heller machen soll. Besonders die selbst gemischten Lotionen bergen Gefahren. Nicht wenige enthalten hochgiftige Substanzen wie Steroide, Blei oder Quecksilber. Viele Frauen wissen gar nicht, was sie sich da auf ihre Haut schmieren. Deshalb helfen Verbote alleine nicht, Aufklärung ist mindestens genauso wichtig.

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Quelle: Gulshan Khan/AFP

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Sheila Dhulab aus Südafrika hat sich eine Gesichtsmaske auflegen lassen, es ist das erste Mal, dass sie sich einer solchen Behandlung unterzieht. In Südafrika und Senegal benutzen laut Weltgesundheitsorganisation ein Drittel der Frauen Produkte zum Aufhellen der Haut; in Togo sind es zwei Drittel und in Nigeria fast 80 Prozent. Vor allem junge Frauen und Mädchen greifen zu den Cremes, Ampullen oder Tabletten, es sind auch Mittel zum Injizieren auf dem Markt.

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Quelle: Cristina Aldehuela/AFP

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Diese Bilder zeigen eine Frau, deren Haut durch die jahrelange Anwendung von Bleichmitteln dünn geworden ist wie Pergament. Die Mittel schädigen die Haut teilweise irreparabel, Juckreiz und Hyperpigmentierung sind noch die harmloseren Folgen, schlimmstenfalls können die Cremes Verbrennungen oder sogar Hautkrebs auslösen. Dennoch nehmen viele Frauen die Schmerzen für eine hellere Haut in Kauf.

© SZ.de/mane
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