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Wasserball:Rekordsieg

Wasserballer erreichen mit 25:5 gegen Südafrika das WM-Viertelfinale

Deutschlands Wasserballer haben auf dem Weg ins Viertelfinale die Pflichtaufgabe gegen Südafrika per Rekord gelöst. Das 25:5 (5:2, 6:0, 9:1, 5:2) in Gwangju/Südkorea war der bislang höchste WM-Sieg einer deutschen Auswahl. In der Runde der letzten Acht ist am Dienstag Weltmeister Kroatien der Gegner. Bester Werfer gegen Südafrika war Lucas Gielen. Der in den Niederlanden geborene Center der Wasserfreunde Spandau war kurz vor der WM eingebürgert worden.

Der vorherige Rekordsieg war das 22:7 gegen Ägypten 1991 in Perth/Australien. "Es tut mir fast leid, wenn man so hoch gewinnt", sagte Bundestrainer Hagen Stamm: "Mir hätte auch ein 8:7 gereicht. Ich mag keine Rekordsiege, die Südafrikaner sind tolle Jungs."

Stolz über den Viertelfinaleinzug war Stamm dennoch: "Unser Ziel, unser Traum war es, unter die ersten Acht zu kommen und wieder in der erweiterten Weltspitze zu sein." Kroatien, Olympiasieger 2012, dürfte bei der ersten Schwimm-WM-Teilnahme der deutschen Wasserballer seit 2013 aber vermutlich Endstation sein.

Sollte gegen Kroatien der Vorstoß ins Halbfinale nicht gelingen, steht das nächste Ziel auch schon fest: Olympia 2020 in Tokio. Dazu muss sich die Auswahl von Trainer Stamm bei der EM in Budapest im Januar einen Startplatz für ein Qualifikationsturnier in Rotterdam sichern.