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USA:Baseball-Profi für 82 Spiele gesperrt

Hector Olivera von den Atlanta Braves soll eine Frau tätlich angegriffen haben. Tom Kühnhackl steht mit den Pittsburgh Penguins im Finale um den Stanley Cup.

Baseball: Baseball-Left-Fielder Hector Olivera von den Atlanta Braves aus der amerikanischen Profiliga MLB ist wegen häuslicher Gewalt für 82 Spiele gesperrt worden. Der Kubaner war im April nach einem vermeintlichen Angriff auf eine Frau in einem Hotel in der Nähe von Washington verhaftet worden. "Nach Betrachtung aller verfügbarer Beweise bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Mr. Olivera das Regelwerk verletzt hat und durch eine unbezahlte Sperre bis zum 1. August diszipliniert werden soll", sagte MLB-Commissioner Rob Manfred. Olivera hat die Sperre bereits akzeptiert.

Der 31-Jährige hatte bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 mit Kuba die Silbermedaille gewonnen. Nun ist er nach Aroldis Chapman (30 Spiele) von den New York Yankees und Jose Reyes (51 Spiele) von den Colorado Rockies der dritte wegen häuslicher Gewalt verurteilte und gesperrte Spieler.

Eishockey: Der deutsche Eishockey-Spieler Tom Kühnhackl hat mit seinen Pittsburgh Penguins in der nordamerikanischen Profiliga NHL das Finale um den Stanley Cup erreicht. Mit 2:1 (0:0, 2:1, 0:0) besiegten die Penguins in der siebten Partie des Play-off-Halbfinals die Tampa Bay Lightning und entschieden die Serie mit 4:3 für sich. Für Pittburgh avancierte Bryan Rust mit zwei Toren (22./31.) zum Matchwinner, den Treffer für Tampa Bay erzielte Jonathan Drouin (30.). Der 24-jährige Kühnhackl stand insgesamt 9:04 Minuten auf dem Eis. Die Pittsburgh Penguins treffen in der Finalserie auf die San José Sharks, die in der Vorschlussrunde die St. Louis Blues mit 4:2 ausgeschaltet hatten und erstmals im Finale stehen. Kühnhackls Team kämpft bereits zum fünften Mal um den Stanley Cup. Die Serie beginnt in der Nacht des 30. auf den 31. Mai.

NBA: Die Golden State Warriors haben das vorzeitige Aus im Titelrennen der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA verhindert. Der Meister gewann am Donnerstag (Ortszeit) sein Heimspiel gegen die Oklahoma City Thunder 120:111 und verkürzte in der Halbfinal-Serie der Playoffs auf 2:3-Siege. Trotz dieses wichtigen Erfolges müssen die Kalifornier am Sonntag in Oklahoma gewinnen, um ein entscheidendes siebtes Match in der heimischen Arena in Oakland zu erzwingen. Im Alles-oder-Nichts-Spiel konnte sich der Titelverteidiger auf seine Stars verlassen. Spielmacher Stephen Curry erzielte 31 Punkte, Klay Thompson steuerte 27 Zähler bei. Zudem kam der bislang kaum in Erscheinung getretene australische Center Andrew Bogut auf wichtige 15 Punkte. Bei den Gästen hingegen waren die Alleskönner Kevin Durant (40 Punkte) und Russell Westbrook (31) zu oft auf sich alleine gestellt. Zwar hielt Oklahoma die Partie lange offen, konnte letztlich aber nicht den noch fehlenden vierten Sieg zum Finaleinzug holen.