Transfer zu neuem US-Klub David Villa wechselt zu New York City

Spielte für Atlético Madrid im Champions-League-Finale: David Villa (l.) im Duell mit Reals Luka Modric.

(Foto: AFP)

Der spanische Angreifer verlässt Atlético Madrid in Richtung Major League Soccer, Frank Lampard soll ihm noch folgen. Radprofi Tony Martin holt den Gesamtsieg bei der Belgien-Rundfahrt, Giuseppe Rossi verpasst die WM.

Fußball, David Villa: Der neu gegründete Fußball-Klub New York City hat für sein Debüt im kommenden Jahr schon zwei hochkarätige WM-Teilnehmer verpflichten können. Spaniens Welt- und Europameister David Villa bestätigte am Sonntag seinen Wechsel vom Champions-League-Finalisten Atlético Madrid zum neuen Verein im Big Apple. Zudem soll Medienberichten zufolge auch Englands 35 Jahre alter Routinier Frank Lampard beim Verein aus der Major Soccer League angeheuert haben. Die beiden hielten sich am Samstag auf dem Clubgelände von NYCFC-Mehrheitseigner Manchester City auf, um die Formalitäten ihrer Transfers zu komplettieren, schrieb die Internetausgabe des Daily Mirror. Lampard habe nach Auslaufen seines Vertrags beim FC Chelsea bereits einem Abschied nach 13 Jahren von den Londonern zugestimmt. Spaniens Nationalstürmer Villa betonte am Sonntag in einer Video-Botschaft rückblickend auf sein Jahr in Madrid: "Ich war hier sehr glücklich." In New York soll der 32-Jährige einen Dreijahresvertrag erhalten. Der neue Klub wurde von Manchester City und den New York Yankees 2013 gegründet. Sportdirektor ist dort der ehemalige Bundesliga-Profi Claudio Reyna. Gespielt wird im legendären Yankee-Stadion.

Radsport, Belgien-Rundfahrt: Die deutschen Radprofis Tony Martin und Paul Martens haben die Belgien-Rundfahrt zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. Zeitfahrweltmeister Martin (Cottbus/QuickStep) verteidigte am Sonntag seine Gesamtführung erfolgreich und gewann das fünftägige Etappenrennen zum dritten Mal in Folge. Martens (Rostockt/Belkin) setzte sich auf dem 178,7 km langen letzten Teilstück mit Start und Ziel in Oreye durch und feierte seinen ersten Saisonsieg. Martin hatte die Gesamtführung nach seinem Sieg im Einzelzeitfahren am Freitag übernommen.

Italien, WM-Kader: Der lange verletzte Stürmer Giuseppe Rossi steht nicht in Italiens Kader für die Fußball-WM in Brasilien. Stattdessen nominierte Nationaltrainer Cesare Prandelli überraschend Lorenzo Insigne vom SSC Neapel, wie der italienische Verband am Sonntagabend mitteilte. Neben dem verletzten Riccardo Montolivo, der sich im Testspiel am Samstag das Schienbein gebrochen hat, fahren auch die Verteidiger Christian Maggio und Manuel Pasqual, Mittelfeldspieler Romulo und Stürmer Mattia Destro vom AS Rom nicht mit nach Brasilien. Ebenfalls nicht im Kader steht Abwehrspieler Andrea Ranocchia von Inter Mailand, der aber für Notfälle mit dem Team zur WM reist.

Volleyball, Deutschland: Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat erstmals das Volley Masters in Montreux gewonnen. Der Vize-Europameister bezwang bei diesem internationalen Vorbereitungsturnier am Sonntag im Finale die USA überraschend deutlich mit 3:1 (25:19, 19:25, 25:17, 25:21). Im Gruppenspiel hatte das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti gegen die Nordamerikanerinnen noch 1:3 verloren. Den dritten Platz belegte Russland durch einen 3:2-Erfolg über den deutschen Halbfinalgegner China.

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Finale: Deutschland Argentinien

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Täglicher Spielplan zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien mit Gruppeneinteilung und allen WM-Spiel-Terminen.

Springreiten, Hamburg: Nisse Lüneburg aus Hetlingen hat zum zweiten Mal nach 2012 das deutsche Spring-Derby in Hamburg-Klein Flottbek gewonnen. Mit Calle Cool siegte der Holsteiner im Stechen vor Andre Plath aus Gadebusch, Dritter wurde Carsten-Otto Nagel aus Norderstedt mit Lex Lougar.

Leichtathletik, EM-Qualifikation: Sperrwerferin Linda Stahl hat zum zweiten Mal in dieser Saison die EM-Norm von 60,50 Meter übertroffen. Bei den offenen NRW-Meisterschaften in Bottrop gewann die Leverkusenerin am Sonntag mit respektablen 61,66 Metern. Die Olympiadritte von London setzte sich damit vor Victoria Sudaruschkina (Russland, 60,15 Meter) und Katharina Molitor (Bayer Leverkusen, 57,56 Meter) durch. Im Hammerwerfen verfehlte Daniela Manz (Bayer Leverkusen) bei ihrem überlegenen Erfolg mit 63,37 Metern ihre persönliche Jahresbestweite von 63,72 Metern nur knapp. Über 800 Meter wusstel Sarah Schmidt (LAZ Mönchengladbach) in einem Rennen von der Spitze weg mit 2:08,63 Minuten zu gefallen.

Die deutsche Siebenkampf-Meisterin Carolin Schäfer hat beim Mehrkampf-Meeting in Götzis als Sechste mit 6386 Punkten die EM-Norm (6100) deutlich übertroffen. Neben der 22-Jährigen können sich auch die Olympia-Zweite Lilli Schwarzkopf und Julia Mächtig Hoffnungen auf ein Ticket für die Leichtathletik-EM Mitte August in Zürich machen. Beim Sieg der Britin Katarina Johnson-Thompson mit der Weltjahresbestleistung von 6682 Punkten wurde Schwarzkopf am Sonntag mit 6215 Zählern Zehnte. Mächtig landete auf dem 15. Platz (6106). Die zweite Chance zur EM-Qualifikation haben die deutschen Siebenkämpferinnen Ende Juni beim Meeting in Ratingen.

Kanu, EM: Junioren-Europameisterin Ricarda Funk und Routinier Melanie Pfeifer haben in Wien für den ersten deutschen Doppelsieg im Kajak-Einer der Frauen bei Kanuslalom-Europameisterschaften gesorgt. Im ersten Finale des Schlusstages setzte sich die 23-jährige Bad Kreuznacherin Funk auf dem Wildwasserkurs auf der Donauinsel im Finaldurchgang in 96,11 Sekunden durch. Um winzige 0,26 Sekunden musste sich die fünf Jahre ältere Augsburgerin Pfeifer geschlagen geben. Sie holte damit wie schon 2012 im heimischen Olympiakanal von 1972 Silber. Das glänzende deutsche Ergebnis in Wien rundete Jasmin Schornberg (Hamm) als Vierte hinter der Französin Emilie Fer ab. Ricarda Funk ist erst die dritte deutsche K1-Europameisterin. 2005 hatte im slowenischen Tacen Mandy Planert (Schleiz) triumphiert, sechs Jahre später war im spanischen Seu d'Urgell, auf der Olympiastrecke von 1992, Claudia Bär (Augsburg) erfolgreich. Für den Deutschen Kanu-Verband (DKV) waren es in Wien die Medaillen Nummer drei und vier. Am Samstag hatte im Canadier-Einer Jan Benzien (Leipzig) als Titelverteidiger Bronze gewonnen. Im C2 blieb Benzien mit Franz Anton (Leipzig) ohne Medaille. Gold gab es hingegen im nichtolympischen Männer-Teamwettbewerb im Kajak-Einer.

Motorrad, MotoGP: Marc Marquez hat in einem spektakulären Rennen seinen sechsten Sieg im sechsten Lauf der Königsklasse MotoGP der Motorrad-Weltmeisterschaft geholt. Der Titelverteidiger aus Spanien setzte sich am Sonntag beim Grand Prix von Italien in Mugello knapp vor seinem Landsmann Jorge Lorenzo durch. Dessen Yamaha-Teamkollege Valentino Rossi aus Italien kam in seinem 300. Grand Prix auf Platz drei. Nichts zu holen gab es für Stefan Bradl. Der Zahlinger wurde noch in der Anfangsphase des Rennens vom Briten Cal Crutchlow abgeräumt, blieb bei dem angsteinflößenden Sturz jedoch ebenso unverletzt wie am Vormittag, als er im Warm up abgeflogen war.

Motorsport, DTM: Marco Wittmann hat den dritten Saisonlauf des Deutschen Tourenwagen Masters in Ungarn gewonnen. Der BMW-Pilot aus Markt Erlbach setzte sich beim DTM-Comeback auf dem Hungaroring vor Audi-Rivale Miguel Molina durch. Der Kanadier Bruno Spengler sicherte sich am Sonntag in einem weiteren BMW den dritten Rang. Für Mercedes endete das Rennen in der Nähe von Budapest erneut mit einer Enttäuschung und ohne Punkte. Wittmann ist nach drei von zehn Läufen auch neuer Spitzenreiter.

Rudern, EM: Marcel Hacker hat seinen Platz im Kreis der besten europäischen Einer-Ruderer behauptet. Der 37 alte Routinier gewann am Sonntag im EM-Finale von Belgrad Silber. In einem packenden Rennen auf dem Sava See musste sich der Magdeburger nur dem Weltmeister Ondrej Synek aus Tschechien knapp geschlagen geben. Damit bescherte Hacker dem Deutschen Ruderverband die bis dahin achte EM-Medaille. Beide leichten Doppelzweier und der Frauen-Doppelvierer wurden ebenfalls Zweiter. Dritte Plätze gab es für den Männer-Doppelzweier, den Zweier ohne Steuermann, Männer-Doppelvierer und den Frauen-Achter.