Tischtennis:Mainz verlässt TTBL nach Saisonende

In der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) hat der FSV Mainz 05 den Kampf um den Klassenerhalt verloren gegeben. Die auch im Fußball-Oberhaus abstiegsbedrohten Rheinhessen gaben sechs Spieltage vor Abschluss der Punktrunde ihren Verzicht auf eine Lizenz für die kommende Saison "unabhängig von einer möglichen sportlichen Qualifikation" auf ihrer Vereinshomepage bekannt. Durch den freiwilligen Rückzug des Tabellenvorletzten in die zweite Liga ist der Abstiegskampf in der deutschen Eliteklasse bereits entschieden. Angesichts von momentan nur elf statt der vorgesehenen zwölf Erstligateams hätte ohnehin nur ein Klub den Gang ins Unterhaus antreten müssen. Nutznießer der Mainzer Entscheidung ist - vorbehaltlich einer neuen Lizenz zur kommenden Saison - das derzeitige Schlusslicht Fulda-Maberzell.

Mainz hatte 2022 auch dank finanzieller Unterstützung seiner Fußballer den Sprung ins Oberhaus geschafft. Allerdings konnte der Neuling die Klasse vor Jahresfrist nur halten, weil kein Zweitligist eine TTBL-Lizenz beantragt hatte. Für weitere Konkurrenzfähigkeit jedoch, erläuterte der FSV nun seine Entscheidung, "stellt die Liga wirtschaftliche Anforderungen, die auf Dauer nicht erfüllt werden können". Als Anwärter auf den Platz der Mainzer und die freie "Planstelle" in der höchsten Klasse gelten in der zweiten Liga vor Fristablauf für Lizenzbewerbungen am Monatsende Spitzenreiter Borussia Dortmund und der zweitplatzierte Ex-Bundesligist TTC OE Bad Homburg. Beide Vereine haben schon mehrfach ihr Aufstiegsinteresse bestätigt.

In Mainz will der Verein nach eigenen Angaben künftig den Schwerpunkt auf die Förderung eigener Nachwuchstalente legen. Die fünf Spieler aus dem derzeitigen TTBL-Team sowie Trainer Felix Schmidt-Arndt und Sportchef Tomas Kasica werden den Klub am Saisonende verlassen. Die Wechsel des luxemburgischen Nationalspielers Luka Mladenovic zum Ligarivalen TTC Zugbrücke Grenzau und des gebürtigen Chinesen Li Yongyin nach Dortmund stehen bereits fest.

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