bedeckt München 15°

Tennis:Kyrgios sagt für die US Open ab

Tennisprofi Nick Kyrgios

Tennisprofi Nick Kyrgios .

(Foto: dpa)

Der Tennisprofi möchte sich und andere Menschen schützen, Alex Zverev zögert noch. Chelsea hat vor dem Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Bayern große Personalsorgen.

Meldungen im Überblick

Tennis, US Open: Neben der Weltranglistenersten Ashleigh Barty wird auch ihr australischer Landsmann Nick Kyrgios nicht bei den US Open der Tennisprofis in New York antreten. "Ich verzichte für die Menschen, für meine Aussies, für die Hunderttausenden Amerikaner, die ihr Leben verloren haben, für euch alle", teilte Kyrgios in einem Twitter-Video mit. Es tue ihm "in der Seele weh".

Kyrgios hatte sich während der Corona-Pandemie immer wieder mit anderen Spielern angelegt. Der 25-Jährige gehörte zu den schärfsten Kritikern der Adria-Tour des Weltranglistenersten Novak Djokovic (Serbien), an der unter anderem Alexander Zverev (Hamburg) teilgenommen hatte. Die Tour musste abgebrochen werden, nachdem Grigor Dimitrow (Bulgarien), Viktor Troicki (Kroatien), Borna Coric (Kroatien) und Djokovic positiv auf das Coronavirus getestet worden waren.

Die Spielervereinigung ATP bezeichnete Kyrgios im Juli als "egoistisch", weil sie trotz der prekären Lage in dem von der Seuche hart getroffenen Land an den Plänen zur Austragung der US Open (ab 31. August) festhält.

Auch Alexander Zverev hat die Pläne zur Austragung der US Open kritisiert, eine eigene Absage aber vorerst ausgeschlossen. "Es ist ein bisschen verrückt, jetzt die US Open zu spielen", sagte der Weltranglisten-Siebte aus Hamburg bei einem Show-Turnier in Südfrankreich: "Ich würde es lieber haben, wenn die US Open nicht stattfinden würden und wir in Europa anfangen." Es sei angesichts der Corona-Pandemie "nicht die richtige Zeit, jetzt nach Amerika zu fliegen", sagte der 23-Jährige. Er fügte aber auch hinzu: "Wenn die US Open stattfinden, was sollen wir Spieler machen? Gerade wenn alle spielen, es geht ja auch um Ranglistenpunkte." Über eine Absage für das Grand-Slam-Turnier, das am 31. August in New York beginnen soll, habe er "momentan noch nicht nachgedacht", sagte er.

Champions League, Chelsea: Der FC Chelsea hat vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League beim FC Bayern München große Personalprobleme. Bei der 1:2-Niederlage im FA-Cup-Finale gegen den Londoner Stadtrivalen FC Arsenal verletzten sich am Samstag der Ex-Dortmunder Christian Pulisic, Kapitän César Azpilicueta und Pedro.

Das Ausmaß der Muskelverletzungen von Pulisic und Azpilicueta müsse noch festgestellt werden, sie würden aber "eindeutig nicht fit für nächste Woche" sein, sagte Blues-Trainer Frank Lampard. Für den Spanier Pedro, der den Club nach der Saison verlässt, sei es aufgrund der Schulterverletzung "wahrscheinlich" das letzte Spiel für Chelsea gewesen. Bayern empfängt den Verein aus der englischen Premier League im Kampf um den Viertelfinal-Einzug in der Königsklasse am 8. August und besitzt nach dem 3:0-Auswärtssieg im ersten Duell beste Chancen.

Eintracht Frankfurt, Test: Eintracht Frankfurt hat im Testspiel gegen den französischen Fußball-Erstligisten AS Monaco ein 1:1 (0:0) erreicht. Die Treffer erzielten am Samstag in Frankfurt Goncalo Paciencia (59. Minute) und Anthony Musaba (85.). Die Partie gegen das Team von Ex-Coach Niko Kovac war einen ordentliche Generalprobe für das Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League am Donnerstag beim FC Basel (Hinpartie: 0:3). Dagegen hat Kovac, der Frankfurt 2018 ins DFB-Pokalfinale führte, nach der mäßigen Darbietung in Monaco noch viel zu tun.

Die Frankfurter hatten vor allem in der ersten Hälfte eine Reihe guter Möglichkeiten, zwei oder drei Treffer vorzulegen. In der 12. Minute schoss nach Querpass von Filip Kostic aus Nahdistanz Bas Dost am Tor vorbei. Nur drei Minute danach hatte der Niederländer erneut eine große Chance, doch sein Schuss aus 18 Metern wurde vom Monegassen Jean Marcelin ins Aus abgelenkt. Bei zwei weiteren Fernschüssen von Aymen Barkok (40.) und Stefan Ilsanker (45.) parierte AS-Torwart Benjamin Lecomte stark.

Nach der Pause wechselten beide Klubs jeweils komplett die Spieler aus, so dass bei der Eintracht Neuzugang Ragnar Ache sein Debüt gab, ohne jedoch in der Offensive Akzente setzen zu können. Viele Chancen gab es auf beiden Seiten abgesehen von den Toren von Paciencia und Musaba nur noch durch einen Pfostenschuss von Daichi Kamada (79.). Nicht im Eintracht-Aufgebot für das Testspiel waren Mijat Gacinovic und Luca Torró, die für die Suche nach neuen Vereinen freigestellt worden sein sollen.

Basketball, NBA: Dennis Schröder und die Oklahoma City Thunder sind mit einem souveränen Sieg bei der Saisonfortsetzung der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA gestartet. Die Thunder gewannen am Samstagabend in der NBA-Blase in Orlando/Florida mit 110:94 (66:42) gegen die Utah Jazz. Mit dem nie gefährdeten Sieg schob sich Oklahoma im engen Kampf um eine gute Playoff-Position in der Western Conference direkt an die auf Platz vier liegenden Jazz heran. Schröder, der wie gewohnt von der Bank kam, erzielte nach persönlicher schwacher erster Halbzeit noch 13 Punkte, leistete sich aber auch fünf Ballverluste. Bester Werfer in einer ausgeglichenen Mannschaft war Shai Gilgeous-Alexander mit 19 Zählern.

Im Topspiel bezwang der amtierende Meister Toronto Raptors die Los Angeles Lakers um Superstar LeBron James (20 Punkte, 10 Rebounds) mit 107:92 (41:44).

© SZ.de/sid/dpa/ebc
Stehpaddler auf dem Brombachsee

SZ Plus
Tipps für Stand-up-Paddling
:"Es wird alles gleichzeitig trainiert"

Sonni Hönscheid, Profi im Stand-up-Paddling, erklärt, warum ihr Sport Freiheit vermittelt, warum sie keine Rückenschmerzen bekommt - und wie man es schafft, nicht sofort vom Brett zu fallen.

Interview von Jonas Beckenkamp

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite