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Sportpolitik:Instrument der Macht

Ronny Blaschke über die Rolle des Spiels zwischen Krieg und Revolution.

Von Barbara Klimke

Im glücklichsten Fall ist Fußball ein unschuldiger Spaß. Allzu oft aber wird er zum Spielball von Generälen, zum Rekrutierungswerkzeug in Bürgerkriegen, zum Lockmittel für expandierende Wirtschaftsmächte. Ronny Blaschke, Mitarbeiter der SZ, hat die Rolle des Fußballs auf vier Kontinenten untersucht, vom Balkan bis China, von Syrien bis Katar, und in 13 Kapiteln ein Schlaglicht auf dessen politische und ökonomische Instrumentalisierung im 21. Jahrhundert gerichtet. Es mag Spieler geben, die sich aus persönlicher Ruhmessucht von Regimen einspannen lassen. Doch andere, schreibt er, haben keine Wahl: Sie müssen sich fügen, weil ihnen sonst Rauswurf und Repressalien drohen, manchmal sogar Folter oder Haft. Ein Buch über Macht und Ohnmacht im globalen Sport.

Ronny Blaschke: Machtspieler. Fußball in Propaganda, Krieg und Revolution. Verlag Die Werkstatt. 2020. 19,90 Euro.

© SZ vom 12.05.2020
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