Sportlotterie:96 000 Euro für 320 Athleten

Bessere Einnahmen, neue Partner: Die Sportlotterie will endlich mehr Geld für Athleten ausschütten. Auch Turner Hambüchen steigt ein.

Von Johannes Aumüller, Frankfurt

Die Deutsche Sportlotterie (DSL) ist im zweiten Jahr nach ihrer Gründung weit von ihren Zielen entfernt. Bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Dienstag gab sie bekannt, dass sie innerhalb der nächsten zwölf Monate insgesamt 96 000 Euro an Athleten verteilen möchte. Alle 320 Mitglieder des sogenannten Top-Teams der Sporthilfe sollen einmalig 300 Euro bekommen. Damit kann die Lotterie zwar knapp doppelt so viel Geld verteilen wie im Vorjahr, als sie zehn ausgesuchte Sportler mit insgesamt 55 000 Euro unterstützte. Das ursprüngliche Ziel war jedoch deutlich ambitionierter. Es sah vor, dass jeder Athlet aus dem Top-Team auf 1000 Euro Förderung kommt - pro Monat. "Das Ganze ist ein langes Projekt", sagte Michael Ilgner, der Vorstandsvorsitzende der Sporthilfe, die bei der Lotterie als Mitgesellschafter fungiert: "Es ist noch ein weiter Weg, um das zu erreichen, was wir uns vorgestellt haben. Wir unternehmen aber alles für den Erfolg."

Ein gravierendes Problem für die DSL war bisher, dass ihre Scheine nur in Hessen gekauft werden können. Lotterie-Geschäftsführer Heinz-Georg Sundermann teilte nun mit, dass im Oktober die Lottogesellschaft eines weiteren Bundesland als Vertriebspartner einsteigen würde. Er hoffe, dass danach in einer Art "Domino-Effekt" auch andere nachziehen würden. Der Widerstand gegen das Projekt ist jedoch an vielen Orten groß.

Die Verantwortlichen hoffen nun, dass sie auch mit einem neuen Gesicht mehr Aufmerksamkeit erzeugen können. Am Dienstag gaben sie bekannt, dass der von internationalen Wettkämpfen zurückgetretene Turn-Olympiasieger Fabian Hambüchen als sechster Gesellschafter neben Lotto Hessen, Sporthilfe, Allegro Invest SE sowie Philipp Lahm und Henry Maske einsteigt. Die Sportlotterie biete "eine Riesenchance", die Spitzensportförderung anzukurbeln, sagte Hambüchen.

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