Slopestyle Zimmermann riskiert viel - und scheitert

Lisa Zimmermann: Olympiateilnahme ohne Finale

Lisa Zimmermann zeigt in der Slopestyle-Qualifikation komplizierte Sprünge, verpasst aber das Finale. Die Kanadierin Dara Howell holt sich die Goldmedaille. Langläufer Josef Wenzl scheitert bereits in der Qualifikation. Ski-Rennläufer Bode Miller präsentiert sich nach dem für ihn enttäuschenden Abfahrtsrennen wieder in Bestform.

Slopestyle, Finale: Medaillenhoffnung Lisa Zimmermann hat die Slopestyle-Finalläufe im olympischen Ski-Freestyle überraschend verpasst. Die 17-Jährige aus Bad Aibiling kam nach den beiden Qualifikations-Läufen nicht unter die ersten Zwölf, die das Ticket für den Kampf um die Medaillen lösten. 67,20 Punkte aus ihrem besseren, aber nicht fehlerlosen zweiten Lauf waren nach einem Sturz im ersten Durchgang nicht gut genug. Bereits im ersten Durchgang war die Weltcupführende in dieser Disziplin im Rosa Chutor Extreme Park sehr hohes Risiko eingegangen und hatte dies mit einem Sturz am zweiten Kicker bezahlt: 20 Punkte waren die magere Ausbeute. Im zweiten Durchgang blieb Zimmermann bei ihrem hohen Schwierigkeitsgrad, erhielt aber nach mehreren unsauberen Landungen Abzüge. Im Finale siegte dann die Kanadierin Dara Howell. Die 19 Jahre alte WM-Zweite landete mit 94,20 Punkten überlegen vor Devin Logan aus den USA. Bronze sicherte sich Howells Teamkollegin Kim Lamarre.

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So geht Olympia - Slopestyle

Luftakrobatik trifft Eleganz

Zwei Salti, dreieinhalb Mal um die eigene Achse gedreht: Das IOC will für junge Leute interessant bleiben - und hat das spektakuläre Slopestyle ins olympische Programm genommen. Für Deutschland tritt Lisa Zimmermann an. Die 17-jährige erklärt im Video, worauf es ankommt.

Langlauf, Sprint: Medaillen-Kandidatin Denise Herrmann hat bei den olympischen Langlauf-Wettbewerben in Krasnaja Poljana problemlos das Viertelfinale im Freistil-Sprint erreicht. Die Weltcup-Führende aus Oberwiesenthal schaffte am Dienstag in der Qualifikation die achtschnellste Zeit. Auch Hanna Kolb aus Buchenberg zog als 30. gerade noch in die K.o.-Runde ein. Dagegen verpasste Lucia Anger aus Oberstdorf bei ihrer ersten Olympia-Teilnahme als 31. um fünf Hundertstelsekunden den Sprung in die nächste Runde. Claudia Nystad, die vor vier Jahren zusammen mit Evi Sachenbacher-Stehle Gold im Teamsprint geholt hatte, schied als 35. aus.

Bei den Männern hat Tim Tscharnke als einziger deutscher Langläufer das Viertelfinale im Freistil-Sprint erreicht. Der 24-Jährige aus Biberau kam am Dienstag in der Qualifikation auf den 28. Platz. Die anderen drei deutschen Läufer schieden vorzeitig aus. Sprint-Spezialist Josef Wenzl aus Zwiesel verfehlte als 31. den Sprung in die K.o.-Runde der besten 30 nur um 22 Hundertstelsekunden. Auch der Dermbacher Thomas Bing als 32. und Sebastian Eisenlauer aus Sonthofen auf Platz 35 schafften den Sprung ins Viertelfinale nicht. Die schnellste Zeit in der Qualifikation legte der Norweger Ola Vigen Hattestad vor.

Biathlon, Einzelrennen: Die deutschen Biathleten werden das Einzelrennen am Donnerstag ohne Christoph Stephan und voraussichtlich auch ohne Arnd Peiffer bestreiten. Über die 20 Kilometer sollen die schon zuvor gesetzten Andreas Birnbacher und Daniel Böhm sowie Erik Lesser laufen. Lesser wurde nominiert, da er die Punkte aus dem Einzel benötigt, um noch im Massenstart dabei zu sein. Die Entscheidung über den vierten Platz fällt zwischen den für das Rennen der besten 30 bereits qualifizierten Simon Schempp und Peiffer. Angesichts der schwierigen Strecke tendiert Bundestrainer Mark Kirchner zu dem gewichtsmäßig leichteren Schempp.

Super-Kombination, Training: Ski-Rennläufer Bode Miller hat sich von seiner enttäuschenden Olympia-Abfahrt offenbar schnell erholt. Der 36 Jahre alte Amerikaner fuhr am Dienstag zwei Tage nach seinem schwachen achten Platz zum Auftakt der Winterspiele in Sotschi beim ersten Abfahrtstraining für die Super-Kombination am Freitag Bestzeit. Miller, 2010 in Whistler Olympiasieger in der Kombi, absolvierte die Strecke am "Rosa Peak" bei wegen der warmen Temperaturen schwierigen Verhältnissen in 1:56,42 Minuten. Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde war als Zweiter bereits 0,66 Sekunden langsamer. Allerdings hatten einige Kandidaten für eine Medaille wegen der Bedingungen auf die Testfahrt verzichtet.

Eisschnelllauf, 500 Meter: Michel Mulder hat die erste Eisschnelllauf-Goldmedaille über 500 Meter in der Olympiahistorie für die Niederlande gewonnen. Der 27-Jährige setzte sich in der Adler Arena in Sotschi den beiden Läufen mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung vor seinem Landsmann Jan Smeekens durch. Als Dritter komplettierte Michels Zwillingsbruder Ronald das niederländische Podest. Bereits über 5000 Meter hatten am Samstag drei Niederländer auf dem Treppchen gestanden. Nico Ihle aus Chemnitz kam auf den achten Rang und sorgte damit für die beste deutsche Platzierung im Kurzsprint seit dem Olympiasieg von Uwe-Jens Mey 1992 in Albertville. 34. wurde der Berliner Samuel Scharz.

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So geht Olympia - Eisschnelllauf

Schnell wie der Schuss

Bei keiner anderen Wintersportart ist der Start so wichtig wie beim 500-Meter-Rennen im Eisschnelllauf. Jenny Wolf, die an diesem Nachmittag Chancen auf eine Medaille hat, erklärt, wie sie die Reaktion an der Startlinie trainiert - und welche Rolle die Psyche spielt.

Ski-Freestyle, Buckelpiste: Topfavorit Alex Bilodeau aus Kanada hat bei den Winterspielen von Sotschi seinen zweiten Olympiasieg auf der Buckelpiste eingefahren. Vier Jahre nach dem Triumph von Vancouver zeigte der 26 Jahre alte Ski-Freestyler am Montagabend mit 87,70 Prozentpunkten die überragende Leistung mit zwei starken Sprüngen. Weltmeister Mikael Kingsbury machte zwei Tage nach Justine und Chloe Dufour-Lapointe den zweiten Buckelpisten-Doppelsieg Kanadas im Extreme Park perfekt, lag aber fünf Prozentpunkte hinter Bilodeau. Bronze holte der Russe Alexander Smyschljajew.

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Previews - Winter Olympics Day -1

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Rodeln, Natalie Geisenberger: Rodel-Weltmeisterin Natalie Geisenberger liegt zur Halbzeit ihres Olympia-Rennens bei den Winterspielen in Sotschi klar auf Gold-Kurs. Einen Tag nach dem Triumph von Felix Loch legte die 26-Jährige am Montagabend zwei starke Fahrten im Eiskanal von Krasnaja Poljana hin. Nach zwei von vier Läufen beträgt ihr Vorsprung auf die zweitplatzierte Tatjana Hüfner mehr als sieben Zehntelsekunden. Die Vancouver-Olympiasiegerin Hüfner darf auf ihre dritte Medaille bei Winterspielen hoffen. Die Amerikanerin Erin Hamlin ist Dritte, Anke Wischnewski liegt auf dem achten Rang.

Shorttrack, Charles Hamelin: Der Kanadier Charles Hamelin hat das erste Shorttrack Gold bei den Winterspielen in Sotschi gewonnen. Der 29 Jahre alte Doppel-Olympiasieger von Vancouver 2010 setzte sich im Finale über 1500 m in 2:14,985 Minuten vor dem Chinesen Han Tianyu (2:15,055) und dem Russen Wiktor Ahn (2:15,062) durch. Hamelin war vor vier Jahren in seiner Heimat über 500 und in der Staffel erfolgreich. Der Dresdner Robert Seifert war im ersten Vorlauf in Sotschi ausgeschieden.